Losdenken: Meinungen

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Von fail
tommy
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03 Feb 2010 01:53:09
der film ist zwar ganz nett geraten und hat sicher
auch viel mühen gekostet.
inhaltlich, warum nun fleischfresser böse
(menschen) sein sollen vermag der film aber leider
nicht zu überzeugen. es werden in den 3 min.
einige intresaante aspekte oberflächigst
angerissen, mehr auch nicht.

Soll es überhaupt ein Leben des Menschen geben
dürfen, rein moralisch. ist der mensch nicht von
haus aus zum scheitern veruteilt? ein lebewesen
muss um zu überleben nahrung aufnehmen, das ist
klar. und es funktioniert bei den meisten tieren,
den pfalnzenfressern recht gut. der mensch sollte
sich z.b eine doofe kuh als vorbild nehmen und
sich wie diese von gras und heu ernähren. aber
moment
gras isst man ja nicht, das schmekt nicht gut.
gras raucht man wenn überhaupt! also ein leben wie
eine kuh scheidet schon mal aus.
aber vielleicht könnten wir menschen uns eher
darauf einigen ab sofort nur noch kirschen zu
essen. diese schmecken gut, und sind reich an
vitaminen, und ein verzehr schadet niemandem.
sollte also gut klappen

was sagt aber eigentlich der kirschbaum dazu ??

was passiert wenn wir eine kirsche vom baum rauben
und verschlingen? der baum ist ein lebewesen,
wächst und gedeiht. fühlt,spührt, und denkt!

mit dem pflücken der kirsche berauben wir nun dem
baum seiner natürlichen früchte. aus dem
(kirsch)kern würde ein neuer baum, ein neues leben
entstehen!
dieses leben zerstören wir duch unsere unbändige
fressucht. denn von einer oder zwei kirschen wird
ja kein mensch statt, da brauchen wir schon einige
kilos am tag......

kurz um: eig. sollte sich der mensch doch sofort
selber essen.
denn man ist was man isst. ich bin ein mensch.

in diesem sinne! viel spass beim sinnieren

binbin
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03 Feb 2010 03:16:32
Mag sein, daß Vegetarier die besseren Menschen
sind. Vielleicht sind sie schöner, klüger und
kreativer. Aber lieber verzichte ich auf 30
IQ-Punkte als auf ein Schnitzel. Es gibt doch
nichts schöneres auf der Welt, als abends von der
Arbeit nach Hause zu kommen, sich in eine warme
Küche zu setzen und seine Hauer in ein blutiges
Steak zu rammen oder den Knochen vom Kotelett
abzunagen. Zumdindest gibt es für mich nichts
schmackhafteres. Mag sein, daß es für andere
Menschen das Größte ist, ne Karotte abzunagen,
aber das kümmert mich wenig. Das Ganze
Vegetarier-Fleischesser-Zeug erinnert mich an die
uralte Raucher-Nichtraucher-Debatte. Denn genau
wie die Nichtraucher denken auch die Vegetarier,
sie allein leben richtig und wollen den Rest der
Welt davon überzeugen. Eine sehr egozentrische
Sichtweise der Dinge. Und wen ich aus dem
brennenden Haus gerettet hätte? Natürlich das
Kind. Eine Katze findet immer wieder irgendwo
raus, beim Kind bin ich mir da nicht so sicher.
Aber allein so eine Frage zu stellen, kommt mir
irgendwie ... komisch vor.

tommy
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03 Feb 2010 17:35:26
man findet keine freunde mit sala - at.!

http://www.youtube.com/watch?v=7yA4TJ8s5I4

Martin
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06 Feb 2010 16:32:18
Hallo Tommy,
glücklicherweise soll der Film auch niemanden
davon überzeugen, dass Fleischfresser böse sind.
Hast du den Film nur drei Minuten lang gesehen
oder hast du dich vertippt?

Die Kirsche beinhaltet den Kern, und aus diesem
kann ein neuer Baum entstehen, richtig. Viele
Obstarten haben im Laufe der Evolution süßes,
buntes Fruchtfleisch um den Samen wachsen lassen,
DAMIT die Frucht von Tieren gegessen wird und der
Kern möglichst weit weg vom Baum wieder zu Boden
fällt.
Und glaubst du wirklich, ein Kirschbaum denkt?
Oder schreibst du immer einfach nur drauf los?


binbin,
Vegetarier sind nicht die besseren Menschen, sie
sind auch nicht schöner, klüger oder kreativer als
der Durchschnitt. Ich frage mich, wie du auf eine
solche These kommst.

Ich glaube dir, dass dir Steaks und Koteletts gut
schmecken. Nur ist die Frage nach ethisch
korrektem Konsum ganz und gar keine
Geschmacksfrage.
Es geht nicht darum, ob Kindesmisshandler,
Drive-By-Shooter, Kriegsgefangenenfolterer oder
Tierproduktkonsumenten Vergnügen an ihrem Tun
haben. Jedesmal ist ein Opfer beteiligt, das nicht
nach seiner Zustimmung gefragt wurde, und dies zu
ignorieren und sein eigenes Vergnügen als einzigen
Maßstab anzulegen zeugt von einer sehr
egozentrischen Sichtweise.

Leider hast auch du die eigentliche Fragestellung
des Films nicht ganz verstanden (hast du ihn nicht
bis zum Ende gesehen?), denn es geht nicht um die
Frage, wen man retten sollte (die Antwort ist auch
für dich klar gewesen), sondern darum, dass das
brennende Haus einen Konflikt verbildlicht, den
wir uns ständig neu erschaffen (siehe
http://www.losdenken.de/meinungen/meinungen.php?go
=70925)



binbin
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06 Feb 2010 17:56:18
Hallo Martin

Ich gehe mal davon aus, daß du den Film gemacht
hast. Du hast recht, ich habe den Film nicht zu
Ende geguckt. Künstlerische Filme verwirren mich
immer, außerdem finde ich sie nach 30 Sekunden
langweilig. Das ist aber nur meine Meinung. Zum
Thema. Den Ausdruck ethisch korrekter Konsum habe
ich bis dato noch nie gehört. Auch habe ich beim
essen nicht das Bedürfnis darüber nachzudenken.
Klar wäre es besser, wenn der Schlachter jedesmal
zum Schwein sagen würde: "Ich hab vor dich zu
töten und in Portionen zu verkaufen. Hast du da
was gegen?" Aber so funktioniert es nunmal nicht.
Der Mensch steht in der Nahrungskette ganz oben.
Außerdem haben Schweine auch keine ethischen
Bedenken, Menschen zu fressen. Hier greift das
uralte Pumuckel-Gesetz: "Wie du mir, so ich dir."
Aber mal im Ernst. Eine fleischlose Ernährung kann
meines Erachtens nicht gesund sein. Wenn ich dir
jetzt mit irgendwelchen Vitaminen, Proteinen oder
sonstwas komme, hast du eh ein Gegenargument,
deswegen lasse ich das. Vollkommen auf Fleisch zu
verzichten würde mein Körper wahrscheinlich gar
nicht verkraften. Und selbst wenn ich ethische
Bedenken hätte, alleine deshalb würde ich es nicht
tun. Letztlich soll jeder nach seiner Fasson
glücklich werden. Ob mit Fleisch oder ohne ist
doch egal. Das einzige das stört, ist die
Einbildung der Vegetarier wie der Nichtraucher,
sie alleine hätten die Wahrheit gepachtet.

Martin
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07 Feb 2010 15:07:39
[ Der Mensch steht in der Nahrungskette ganz oben.
]
Ja, das kommt darauf an, welche Nahrungskette man
hernimmt.

[ Außerdem haben Schweine auch keine ethischen
Bedenken, Menschen zu fressen. ]
Hier jetzt wieder eine andere Nahrungskette?

[ Wenn ich dir jetzt mit irgendwelchen Vitaminen,
Proteinen oder sonstwas komme, hast du eh ein
Gegenargument ]
Genau! ;-)

[ Letztlich soll jeder nach seiner Fasson
glücklich werden. ]
Was du eigentlich sagen willst ist: Jeder soll
glücklich werden, außer alle Schweine, Hühner,
Enten, Gänse, Rinder, Fische, Schafe, Pferde,
Ziegen und Esel, Hunde, Katzen, Hamster und Hasen.

Du kannst selbstverständlich sagen „Ich möchte
nicht darüber nachdenken“, aber Fleisch, Milch und
Eier fallen nun mal nicht vom Himmel, wenn du
einmal kurz von dir selber absiehst, ist „mit
Fleisch oder ohne“ eben nicht egal.

Ich weiß nicht ob du rauchst, aber ich nehme es
mal an, denn mich stören die Nichtraucher nicht im
Mindesten. Und wenn ein Nichtraucher sagt „Du
schadest mir, indem du hier rauchst“, dann hat er
die Wahrheit eben gepachtet. Darüber hinaus kann
ich berichten, dass sich „Fleisch“ essende
Menschen bereits gestört fühlen, wenn sich nur
eine vegane Person mit am Tisch befindet, obwohl
eigentlich niemand weiß, ob und was sich diese
genau einbildet. Anscheinend ist sie aber der
lebende Beweis für die Möglichkeit einer
Lebensweise, die ohne Gewalt auskommt, den die
anderen aber trotz beträchtlicher kognitiver
Dissonanzen nicht anerkennen wollen (weil sie sich
dann selber ändern müssten).

Würden dich Vegetarier und Nichtraucher weniger
stören, wenn du dir sicher wärst, dass sie Unrecht
haben?



binbin
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07 Feb 2010 19:42:34
Hallo Martin

Die Nahrungskette ist eindeutig. Es gibt keine
zwei oder drei. Ein Löwe steht auch ziemlich weit
oben. Ist er tot, wird er eben zu Futter. Genau
wie ein Mensch. Trotzdem steht der Mensch in
dieser Kette ganz oben, denn sie bezieht sich
meines Erachtens auf lebende Organismen.

Von mir aus sollen auch Schweine und Kühe
glücklich leben. Tiere müßen nicht unnötig gequält
werden, Massentierhaltung sollte verboten werden
... da gebe ich euch ja recht. Aber mal ne
Gegenfrage. Wenn ein Schwein nach einem langen und
erfüllten Leben an Altersschwäche stirbt, würdest
du das Fleisch dann auch nicht essen? Wie sieht es
aus, wenn du kurz vor`m verhungern wärst? Würdest
du in einer Notsituation ein Tier schlachten, um
vielleicht dein Kind zu ernähren? So ähnliche
Fragen stellst du ja im Video auch. Wo bliebe dein
ethisch korrekter Konsum, wenn du einem Huhn kurz
vor`m verhungern den Kopf abreißen müßtest? Und
man hat das früher tatsächlich so gemacht.

Vegetarier und Veganer sind meiner Meinung nach
eine Modeerscheinung. Sowas gab`s früher nicht und
wird es wohl später nicht mehr geben.

Du beziehst dich in deinem Text auf eine
Lebensweise ohne Gewalt. Ob du jetzt Fleisch ißt
oder nicht, das schlachten geht weiter. Um etwas
zu ändern müßtest du also viele Menschen finden,
die deiner Meinung sind. Leider findest du aber
nicht soviele. Weil du auf Tierprodukte
verzichtest und dir das Fleischessen gegen den
Strich geht versuchst du deshalb, andere Menschen
auf deine Seite zu ziehen, sie durch z.B. solche
Videos zu manipulieren. Und genau an diesem Punkt
fängt meine Kritik an. Ob es dir gelingt oder
nicht, du versuchst, die freie Meinung eines
Menschen bewußt zu ändern und das ist nicht gut.
Das "du" bezieht sich im übrigen nicht auf dich
persönlich, eher eine Verallgemeinerung.

Das mit dem Nichtraucher. Wenn ein Nichtraucher
sagt: "Du schadest mir, indem du hier rauchst."
denkt er nur, er hat die Wahrheit gepachtet. Die
eigentliche Wahrheit ist nämlich die, daß es fünf
Meter weiter keinen Qualm mehr gibt, der seiner
Gesundheit schadet. Schmeiße ich deshalb die
Zigarette weg, schmeiße ich halt 24 Cent weg. Fünf
Meter weitergehen gibt`s für lau. Nicht falsch
verstehen. Als Raucher versuche ich
selbstverständlich auch meine Mitmenschen zu
schützen, bin mir des Gesundheitsrisikos durchaus
bewußt. Ich rauche nicht in geschlossenen Räumen
und wenn mich jemand anspricht, dann gehe ich die
fünf Meter weg. Aber wenn ich auf einem Bahnsteig
stehe, in der freien Welt, und dort ist das
Rauchen verboten, oder wenn in Bayern ein 24?
jähriger Neohippie eine Nichtraucherpetition
durchboxt, obwohl nur in abgeschlossenen Räumen
geraucht werden darf, dann ist das
Raucherverfolgung. Irgendwo muß auch mal die
Grenze sein.

Weiter. Wenn ich hier Beiträge lese, in denen von
"Fleischfressern" die Rede ist, dann weiß ich
becheid. Mir persönlich ist es eigentlich Brust
wie Titte, ob ich ein "-esser" oder ein "-fresser"
bin. Das alleine zeigt aber, das Fleischesser von
manchen von euch, ob du jetzt dazugehörst oder
nicht sei dahingestellt, herabgewürdigt werden.
Oder im Umkehrschluß, sie halten sich für etwas
besseres.

Last but not least. Mich stört nicht, ob jemand
vegetarisch oder vegan lebt, ob er NR oder NT ist.
Ob er Recht oder Unrecht hat, ist egal. Es fängt
an zu stören, wenn er sich in mein Zeug
einmischt.

Martin
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07 Feb 2010 22:08:07
Hm, das mit der einen Nahrungskette will mir noch
nicht ganz einleuchten, warum der Mensch den Löwen
essen muss, warum Maden und Würmer keine lebenden
Organismen sein sollen, und wo in dieser Kette die
Tiefseefische zu finden sind, aber vielleicht
erschließt sich mir das noch.

Natürlich wollen wir alle, dass Schweine und Kühe
glücklich leben, aber wie so oft sagen wir das
eine und tun dann das andere. Wenn du dein „Tiere
müssen nicht unnötig gequält werden“ ernst meinst,
dann informiere dich bitte darüber, inwiefern
Tierprodukte nötig sind und inwiefern Tiere dafür
in „Bio“-Haltungsanlagen gequält werden. Falls du
Literaturtipps, Links oder Videomaterial
benötigst, einfach bei mir melden! ;-)

Deine Gegenfragen versuche ich zu beantworten,
obwohl sie für uns Mitteleuropäer im Jahr 2010
völlig irrelevant sind (Wie wenn ich einen
Radfahrer, der kein Auto braucht und der Meinung
ist, Radfahren sei besser für die Umwelt und ihn
selbst, frage: Würdest du in ein Auto steigen,
wenn du sonst sterben müsstest? Früher sind auch
alle Auto gefahren!): Ein totes Schwein würde ich
unter „normalen“ Umständen nicht essen,
genausowenig wie einen toten Hund oder einen toten
Menschen, egal wie sein Leben verlaufen ist und ob
er gewaltsam zu Tode gekommen ist oder nicht. Der
andere Fall stellt einen echten Konflikt dar, und
hierauf können die „normalerweise“ geltenden
moralischen Grundsätze nicht einfach übertragen
werden. Ein Lebewesen, dass ein anderes tötet, um
überleben zu können, handelt jenseits ethischer
Maßstäbe. So ist zum Beispiel Tötung aus Notwehr
durchaus legitim. Raubtiere und auch Menschen in
Notsituationen, die sonst nicht überleben würden,
verletzen selbstredend keine Tierrechte, wenn sie
ein anderes Tier töten. Erst die Möglichkeit zur
Alternative, die Wahl zwischen Ernährungsformen
mit unterschiedlichen Auswirkungen, bringt die
Ethik ins Spiel.

Das Schlachten geht erstmal weiter, das stimmt.
Dennoch geht es nicht wegen mir weiter, und diesen
Gedanken finde ich schon mal ganz gut. Ich
versuche jedoch nicht explizit, Menschen auf meine
Seite zu ziehen, sondern sie zum Nachdenken
anzuregen über Dinge, die sie normalerweise so
schnell wie möglich wieder vergessen wollen. Wenn
wir glauben, dass es falsch ist, unseren eigenen
Hund zu essen, sollten wir auch kein anonymes
Schwein essen. Das ist logisch, rational
begründbar und nur zu ignorieren durch
fadenscheinige Rechtfertigungen wie „Spezies A ist
wertvoller als Spezies B“, „Spezies B schmeckt
besser als Spezies A” oder „Wir haben schon immer
Spezies B gegessen und nicht Spezies A.“

Mir persönlich geht es nicht gegen den Strich,
wenn jemand „Fleisch“ isst (oder auf weiter Flur
eine Zigarette raucht), aber es geht ja auch nicht
um mich, sondern um das Tier, welches mal das
„Fleisch“ gewesen ist, und das Tier, welches als
nächstes zu „Fleisch“ gemacht werden wird.

Dem Ausmaß zufolge, in dem unsere Meinung täglich
von Fleisch-, Wurst-, Milchprodukt-, Tierversuchs-
und -unterhaltungsindustrie manipuliert wird,
müsstest du ja eigentlich schon eine
Bürgerinitiative gegründet haben. ;-)

Zu dem Nichtraucherthema kann ich wenig sagen,
außer dass es doch eigentlich egal ist, ob der
Petitionsdurchboxer ein 24-jähriger Neohippie oder
ein 64-jähriger Altyuppie war, oder nicht?

Ob omnivor lebende Menschen nun Fleischesser oder
Fleischfresser heißen, weiß ich auch nicht. Jedoch
lässt sich feststellen, dass jemand, der sich
herabgewürdigt fühlt, wenn er mit einem Begriff
beschrieben wird, der normalerweise in der
nichtmenschlichen Tierwelt Anwendung findet,
dieser Tierwelt weniger Würde zuschreibt, was ja
nicht weiter verwunderlich ist. Wenn ein Veganer
den anderen als „Fleischfresser“ und sich selbst
nicht gleichzeitig als „Pflanzenfresser“
bezeichnet, dann hat er wohl nicht ganz zu Ende
gedacht.
Wenn allerdings unbescholtene Bürger zu Mördern
„Mörder“ sagen, halten sie sich dann nicht auch
für etwas besseres?

Und dass es stört, wenn sich jemand in mein Zeug
einmischt, ist durchaus nachvollziehbar. Das war
bei mir nicht anders. Dass ich im Nachhinein über
diese Störungen ziemlich froh bin, ist eine andere
Geschichte. Der Punkt ist aber, es ist nicht nur
mein Zeug. Es sind Unschuldige involviert. Es geht
nicht darum, ob ich alleine in meinem Zimmer
rauche, wo ich niemandem anderen schade. Und
sobald andere involviert sind, muss ich mich
fragen, ob das, was ich ihnen zufüge(n lasse),
gerechtfertigt ist, oder ob es nicht eine andere
Möglichkeit gibt.






tommy
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08 Feb 2010 02:05:55
hallo martin,

ob ein baum denkt,kann ich nicht beurteilen. ob
und in wiefern ein schwein "denken" kann oder nur
seinem "es" folgt weiß ich allerdings auch nicht,
aber wollen wir es einmal annehmen. Ein baum ist
aber in jedemfall ein lebewesen, es lebt und fühlt
somit, genau wie das schwein. auf diese
wahrnehmung, das fühlen, soll es laut deinen
aussagen ja gerade ankommen. also ist kein so
großer unterscheid mehr zwischen pflanze und tier.
Es erscheint mir etwas gewagt, zu unterstellen,
dass der baum damit einverstanden ist, wenn seine
früchte geklaut werden, oder samen gegessen werden
( geht jetzt beim kirschbaum schlecht, aber
stellen wir uns eine andere pflanze z.b getreide
vor). Bergründen willst du dieses einverständnis
damit, dass es eben als nahrung für die tiere da
sein soll, und es sich eben so entwickelt hat.
damit machst du aber
eigentlich den gleichen fehler, den du sonst
vorwirfst. du willst ja das argument: " der mensch
hat schon immer fleisch gegessen" nicht zählen
lassen. Viele Tiere werden deswegen ja erst
gezeugt, damit sie zu einem steak weierverarbeitet
werden können. gäbe es die nachfage nicht, würden
diese tiere also gar nicht existieren. Frage:
besser ein kurzes leben, oder gar kein leben?
Warum Milch und Eier jetzt auch nicht mehr gehen
sollen ist mir schleierhaft. Das Ei könnte man ja
noch mit meinem argument wie beim Kirschbaum bzw.
Getreide ablehnen. aber durch das milch trinken,
kommt doch nun wirklich NIEMAND zu schaden.
wie du also siehst es ist nicht alles schwarz weiß
und es gibt viel argumentationsspielraum
diesbezüglich.

im übrigen respektiere ich die lebensform veganer.
diese soll ja vielleicht sogar gesünder sein als
die normale, sofern man dafür sorgt, dass der
körper ausreichend eiweis aufnimmt. Ich denke
auch, dass diese vegetarier/veganer geschichte als
modeerscheinung im zuge einer alternativ/grünen
lebensphilosopie zu werten ist. da ist es halt
eben chic, und man fühlt sich auch gleich viel
besser. und darum geht es ja letzlich? Wie geht es
mir? bin ich mit mir zufreiden? bin ich gesund,
fit, usw...
ob mit oder ohne fleich ist doch letztlich egal.



Martin
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09 Feb 2010 00:59:04
Hi Tommy,
freut mich, dass du nochmal vorbeischaust.

„Leben“ können wir nicht pauschal mit „Fühlen“
gleichsetzen. Um beispielsweise Schmerz empfinden
zu können, müssen ganz bestimmte physiologische
Voraussetzungen gegeben sein, und zwar ein
Zentralnervensystem (d.h. Gehirn und Rückenmark)
und Nozizeptoren in der Haut. Sind diese bei
Tieren nicht vorhanden (Amöben, Schwämme), bzw.
ausgeschaltet (Narkose, Koma), lebt das Tier zwar,
fühlt aber nichts.
Pflanzen sind zwar allesamt Lebewesen, aber keine
von ihnen hat ein Gehirn. Es spricht nach
gegenwärtigem Stand der Forschung nichts für die
Annahme, Pflanzen könnten schmerzähnliche
Empfindungen haben.

Ich unterstelle dem Getreidehalm übrigens nicht,
dass er sein Einverständnis zu irgend etwas gibt.
Ein Halm hat kein Interesse an Schmerzfreiheit,
weil er keine Schmerzen empfinden kann. Weil ein
einjähriger Mensch nicht wählen gehen kann, hat er
auch kein Interesse daran, an der Wahl
teilzunehmen. Ich ignoriere keine Interessen, wenn
ich ihm kein Wahlrecht gebe, und ich ignoriere
keine Interessen, wenn ich einen Getreidehalm
abschneide. Allerdings haben viele Tiere ein
starkes Interesse an körperlicher Unversehrtheit,
und dieses sollte nicht ignoriert werden, egal ob
beim Menschen oder beim Schwein.

Nehmen wir um des Argumentes Willen an,
Getreidehalme verfügten über ein ZNS und
Nozizeptoren in ihrer Außenhülle. Was die
Fähigkeit zur Schmerzempfindung (und wohl auch das
Interesse an einer fortgeführten Existenz) angeht,
besteht jetzt also kein Unterschied zwischen einem
Getreidehalm und einem Schwein. Da ich als Mensch
Nahrung aufnehmen muss, stellt sich mir nun
folgende Frage: Verfüttere ich die Proteine aus 10
kg Getreide an das Schwein, um die tierischen
Proteine aus 1 kg „Schweinefleisch“ zu erhalten,
oder esse ich gleich 1 kg pflanzliche Proteine und
erspare den restlichen 9 kg Getreide und dem
Schwein das Leid?
Selbst wenn Pflanzen wie viele (z. B.
Wirbel-)Tiere fühlen könnten (und bis jetzt
spricht nichts dafür), wäre dies erst recht ein
Argument für den Veganismus, weil eine nichtvegane
Ernährung ein Vielfaches mehr an pflanzlicher
Energie beansprucht als eine vegane.

Zu deiner Frage, was sei besser, ein kurzes Leben
oder gar keins: Wenn wir akzeptieren, dass Tiere
(Schweine) zu Steaks verarbeitet werden dürfen,
weil sie ausschließlich dafür gezeugt wurden, dann
müssen wir auch akzeptieren, dass wir Tiere
(Menschen) ausbeuten und töten dürfen, solange wir
sie für diesen Zweck gezeugt haben. Wir könnten
uns Menschen halten, an denen wir experimentieren,
die uns Organe liefern, oder einfach nur für uns
arbeiten, und wenn sie anfangen, langsam zu
werden, dann kommen sie auf den Müll. Ich
akzeptiere das nicht.

Wenn du glaubst, Milchtrinken schade niemandem,
weil Kühe ja sowieso ständig Milch geben, bist du
leider nicht allein.
Hier meine Gründe, keine Milch zu trinken:
- Wir verletzen das Grundrecht der Kuh auf ein
selbstbestimmtes Leben in Freiheit
- Wir behandeln sie als Wirtschaftseinheit, die
nur einen einzigen Zweck hat: Profit für den
Menschen
- Wir führen Zwangsbefruchtungen durch, um die Kuh
möglichst früh schwanger werden zu lassen
- Wir haben „Milchkühe“ Hormonbehandlungen und
Selektionszucht, unterzogen, wodurch sie unter
einem unnatürlich großen Euter zu leiden haben
- Bereits während der Schwangerschaft wird die Kuh
zweimal täglich gemolken, ihr Euter entzündet sich
oft, die großen Mengen Milch, die sie dabei immer
wieder nachproduzieren muss, schlagen sich auf
ihren eigenen Mineralstoffhaushalt nieder
- Ist das Kalb geboren, wird es nach spätestens
zwei Tagen von der Mutter entfernt, damit der
Mensch die Muttermilch absaugen kann
- Ist das Kalb männlich, überlebt es sein erstes
Jahr nicht. Es kann keine Milch produzieren, ist
damit wertlos und kommt als „Kalbs-“ oder
„Jungbullenfleisch“ auf den Markt
- Ist es weiblich, wird es so früh wie möglich
zwangsbefruchtet, um die wirtschaftlichen Verluste
minimal zu halten
- Nach etwa fünf Jahren ununterbrochener
Schwangerschaft und Milchproduktion ist die Kuh
„verbraucht“, sie kann ihren Zweck nicht mehr
erfüllen und wird getötet, damit die nächste Kuh
ihren Platz einnehmen kann

Noch mehr dazu:
http://soylent-network.com/material/01rinder.htm
oder
http://www.peacefulprairie.org/outreach/grievingMo
ther.html

Ein sehr ähnliches Ausbeutungsschema lässt sich
übrigens bei den sog. „Legehennen“ beobachten.

Und nein, ich behaupte, dass es nicht letztlich
darum geht, dass es mir gut geht, ob mit oder ohne
„Fleisch“. Du vergisst, dass du „Fleisch“ nur
kaufen kannst, weil da ein anderer war, der wie du
ein Recht darauf hatte, sein Muskelgewebe zu
behalten.


binbin
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09 Feb 2010 03:50:23
Dann sind wir uns ja einig. Du hast nichts gegen
Fleischesser und ich nichts gegen euch. Eines
vielleicht noch. Essen soll ja auch schmecken. Ein
Schweinebraten ist nunmal was verdammt leckeres.
Sicherlich wirst du auch Tofu essen, um dein
eigentliches Verlangen nach Fleisch zu
befriedigen. Laßen wir doch mal die Kirche im
Dorf. Ein Möhrchen in einem Salatblatt
eingewickelt ist nicht unbedingt die
Geschmacksexplosion. Kühe geben so und so Milch,
ob wir die nun trinken oder nicht.
Konsequenterweise müßtest du dann auch auf
Komsmetika und alle anderen Produkte, in denen
tierisches Fett verarbeitet wird, verzichten. Auch
dürftest du kein Auto fahren, wenn man sich mal
die ganzen toten Tiere auf oder neben der Fahrbahn
anguckt. Lederklamotten is nich, genau wie
Arzenei. Im Sommer gibt es kein Mückenspray oder
Fliegenklatschen. Und Papier wird aus Wald gemacht
in dem etliche Tierarten gelebt haben und durch
dessen Abholzung ihr Recht auf ein
selbstbestimmendes Leben beschnitten wurde.
Außerdem geht es vielen Tieren dank des Menschen
sehr gut. Ich brauche nur die Katze meiner Mutter
anzugucken. Leztlich wird wohl eine Mischernährung
am besten sein. Eigentlich schade, daß sich hier
nicht mal andere Vegetarier zu Wort melden, aber
vielleicht gibt das Thema auch nicht soviel her,
um ne Debatte draus zu machen. Und weil es dein
Forum ist, darfst du auch das letzte Wort haben.

tommy
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09 Feb 2010 22:10:56


ich "binbin" mir sicher, dass martin die meisten
von dir aufgezählten "dinge" benutzt bzw. nicht
benutzt. Das ist auch sein gutes recht.
grundsätzlich soll jeder sein leben so leben wie
er möchte, solange keine anderen menschen dadurch
zu schaden kommen. welcher schaden jetzt
vernünftigerweiße hingenommen werden kann ist
abwägungssache. Autos verpesten die umwelt mit
abgasen, sie sind also schädlich und böse. darf
man daher autofahren um mobil zu sein, sind autos
gut? wie würde es sich verhalten wenn autos völlig
ohne schadstoffausstoß auskämen?
müssten wir sie nicht dennoch verbieten, da
jährlich bis zu 1,2 mio menschen an den folgen von
verkehrsunfällen sterben? oder ist das risiko
verglichen mit der notwendigkeit der individuellen
mobilität im 21jh. zu vertreten? usw...

@ martin zu deinen ausführungen die ich nicht alle
im einzelnen kommentieren will.

Vorab ein intressanter artikel, der zumindest
vermuten lässt, dass pflanzen eben doch fühlen,
und ebenfalls gar nicht so begeistert sein dürften
aufgegessen zu werden.

http://portal.gmx.net/de/themen/wissen/klima/98384
92-Die-Waffen-der-Pflanzenwelt.html#.00000002

Grundsätzlich sollte man "Leben" nicht gegen
"Leben" abwägren:
"Verfüttere ich die Proteine aus 10
kg Getreide an das Schwein, um die tierischen
Proteine aus 1 kg „Schweinefleisch“ zu erhalten,
oder esse ich gleich 1 kg pflanzliche Proteine und
erspare den restlichen 9 kg Getreide und dem
Schwein das Leid?"
Kann so schon mal denknotwendig nicht stehen
bleiben. warum sollen aus 10 kg Getreide 1 kg
Schweinefleisch werden? Wie viel kg Getreide muss
ein Mensch essen um ausreichend Nährstoffe
aufzunehmen, bzw. so satt zu werden wie von 1 kg
Schweinefleisch?
Aber selbst wenn wir diese Thesen als gegeben
hinnehmen, bleibt dennoch die moralische frage:
Kann ich das leben des Getreides gegen das des
Schweins abwägen? Ich sage nein! Man kann niemals
leben gegen leben abwägen. diese argumentation
müsste dir in bezug mensch/tier bekannt vorkommen.

Grundsätzlich "produziert" eine kuh milch. das tut
sie freiwillig. ob sie es toll findet, dass der
mensch diese trinkt, es der kuh egal ist, oder ob
sie es nicht vielleicht toll findet, wenn des
menschen hände ihre euter so angenehm massieren
kann ich abschließend nicht beurteilen. Jedenfalls
kommt sie davon nicht zu schaden. Zumindest sollte
das für die kuh emma beim bauern seppl gelten, die
jeden tag auf die weide darf, genug zu essen hat,
keine bösen wölfe fürchten muss und auch an kalten
wintertagen ein warmes stüblein im stall findet.

Was du zutreffend kritisiert hat also nichts mit
dem natürlichen bedürfnis des menschen milch zu
trinken oder fleisch zu essen zu tun. sondern
vielmehr mit den problemen, die aus der
industrialisierung/bevölkerungsexplosion bzw. der
globalisierten
kapitalistischenMassenkonsumGesellschaft die eben
hauptsächlich an gewinn orientiert ist, entstehen
zu tun.
Ich finde es absolut schlimm, wenn tiere bewusst
mit medikamenten behandelt werden, in
massentierhaltungen leben und leiden müssen usw...

Es ist außerdem perves, wenn menschen dann für 2
eur. ein steak bei aldi kaufen können. und jeden
tag 2 kilo fleisch davon verdrücken, diese
ernährung ist weder natürlich für den menschen,
noch ist sie gesund! Deswegen aber gleich Fleisch
essen oder milch trinken per se unterbinden zu
wollen halte ich für überzogen.

es ist ein bisschen wie beim thema auto ( s.o.)
gut/böse oder vielleicht doch ein differenzierter
ansatz?

binbin
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09 Feb 2010 23:17:52
Klar ist es sein gutes Recht Auto zu fahren, sich
zu pflegen oder bei Krankheit Arzenei zu nehmen.
Aber wenn er mit einem 5er BMW dem nächsten Bambi
den Nüschel wegfährt, erscheint dieses ganze
"selbstbestimmendes Leben" oder "ethisch korrekter
Konsum" doch etwas fadenscheinig. Aber wie tommy
so schön sagt, die Kuh vom Seppl, die hat`s doch
gut. Immer nur schlechtes aufzählen, wie
Stopfgänse oder Legebatterien kann ich auch.

Martin
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09 Feb 2010 23:57:09
Ich habe kein Auto, ich habe keine
Fliegenklatsche, keine Klamotten oder Sofas aus
Leder und ich wasche mich mit Duschgel ohne
Schlachtabfälle drin. Ich vermeide, was ich
vermeiden kann, und mehr geht nicht. Daran ist
doch nichts fadenscheinig, oder?

@ binbin:
[ Ein Schweinebraten ist nunmal was verdammt
leckeres. ]
Und Kinder verprügeln macht verdammt Spaß. Ist es
deshalb gerechtfertigt?

[ Sicherlich wirst du auch Tofu essen, um dein
eigentliches Verlangen nach Fleisch zu
befriedigen. ]
Lustige Idee, aber nein. Warum sind Nichtveganer
oft so tofufixiert?

[ Ein Möhrchen in einem Salatblatt eingewickelt
ist nicht unbedingt die Geschmacksexplosion. ]
Da hast du Recht, das wird eher langweilig
schmecken. Kann uns aber zum Glück völlig egal
sein.

[ Kühe geben so und so Milch, ob wir die nun
trinken oder nicht. ]
Kühe geben Milch, wenn sie ein Junges ernähren
müssen, wie alle anderen Säugetiere auch. Kühe
geben NICHT so und so Milch.

[ Ich brauche nur die Katze meiner Mutter
anzugucken. ]
Schön, wenn es der Katze deiner Mutter gut geht.
Daneben sehen die 56 Milliarden Landtiere, die wir
Menschen jedes Jahr aus Genussgründen umbringen,
ziemlich blass aus.



@tommy:
Autos: [ müssten wir sie nicht dennoch verbieten?
]
Wer weiß, dass Autofahren negative Auswirkungen
hat und es vermeiden kann, der sollte es
vermeiden. Als allerletztes würde ich etwas tun,
von dem ich weiß, dass es schädlich und unnötig
ist, nur weil es nicht verboten ist.

[ Vorab ein intressanter artikel, der zumindest
vermuten lässt, dass pflanzen eben doch fühlen]
Von „fühlen“ kann ich in dem Artikel nichts lesen.
Aber klar, Pflanzen haben auch ihre Aktivitäten,
sie wachsen, drehen sich zur Sonne, manche
verdauen sogar Fliegen. Trotzdem keine
Rechtfertigung für uns, Schweine, Hühner und
Rinder einzusperren und unzubringen, nur weil sie
uns schmecken.

[ warum sollen aus 10 kg Getreide 1 kg
Schweinefleisch werden? ]
Wie hoch das Verlustverhältnis ist, hängt ab von
der jeweiligen Futter- und tierart, aber Tatsache
ist, dass immer Energie verloren gehen muss, wenn
eine „Zwischenstufe“ miternährt werden muss.

[ Kann ich das leben des Getreides gegen das des
Schweins abwägen? Ich sage nein! ]
Dann kannst du auch dein eigenes Leben nicht gegen
das des Getreides abwägen. Dann gibt’s für dich
gar nichts mehr zu essen.
Leben gegen Leben abwägen ist schwierig,
empfindungsfähiges Leben gegen
empfindungsunfähiges Leben nicht.

[ … natürlichen bedürfnis des menschen milch zu
trinken ]
Nicht mal erwachsene Rinder trinken Rindermilch,
warum sollten erwachsene Menschen ein Bedürfnis
haben, Rindermilch zu trinken? (85% der
erwachsenen menschlichen Erdbevölkerung kann
überhaupt keine Milch verdauen, was machen die mit
ihrem Bedürfnis?)


nochmal @ binbin:
Ich habe nie von Stopfgänsen oder Legebatterien
gesprochen. Ich habe gesagt, wir verletzen
unnötigerweise die Grundrechte vieler Milliarden
Tiere (da ist Seppls Kuh auch dabei, und nichtmal
Seppl kann es sich leisten, alle seine Kühe die
restlichen 15 Jahre bis zu ihrem altersbedingten
Tod durchzufüttern, nachdem ihre Milchproduktion
nachgelassen hat), weil wir so gern den Geschmack
ihrer Produkte auf der Zunge haben.

Fakten, nicht anzweifelbar:
1. Wir Menschen brauchen keine Tierprodukte, um
gesund und stark zu bleiben.
2. Nichtmenschliche Tiere werden als Ware
gehandelt, die Herstellung jedweder Tierprodukte
bringt zwangsläufig Gefangenschaft, Leid und
gewaltsamen Tod mit sich.

Die Frage, die sich jeder stellen sollte, der
diese Fakten kennt: Kann ich weiterhin Unschuldige
quälen und töten lassen, wenn die beste
Rechtfertigung, die ich habe, lautet: Es schmeckt
mir gut?


binbin
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10 Feb 2010 02:26:19
Kinder prügeln macht Spaß? Muß ich mal
ausprobieren. Aufgrund deiner Beiträge bin ich zum
Schluß gekommen, daß du doch nicht so ein Spinner
wie manch anderer bist. Ich respektiere
selbsverständlich deine Lebensweise, denn du
scheinst meine auch zu respektieren. Um dich
besser zu verstehen, habe ich mich einmal
eingelesen, und festgestellt, daß du ein
Tierrechtler bist. Nicht zu verwechseln mit den
Tierschützern, deswegen auch keine Stopfgänse und
Legebatterien. Besonders interessant im
Wikipedia-Artikel über Tierrechte fand ich die
Kritik von Norbert Brieskorn.

Der Rechtsphilosoph und Jesuit Norbert Brieskorn
hat festgehalten, wer höher entwickelten Tieren
subjektive Rechte zugestehen will, müsse darauf
antworten,

1. ob Rechte Wesen zuerkannt werden sollen, die im
Gegensatz zum Menschenkind nie von ihnen selbst
Gebrauch machen können;

2. worin das Plus der Zuerkennung von Rechten an
Tiere gegenüber jenen ethischen Verpflichtungen
läge, welche den Menschen gegenüber den Tieren
ohnehin schon durch ethische Reflexion auferlegt
sind;

3. ob es sich um die Ausdehnung von
Menschenrechten auf Tiere oder um spezifische
Tierrechte handeln soll;

4. wie der jeweilige Vorrang zwischen Menschen-
und Tierrechten zu ermitteln ist;

5. worauf die Legitimität jener beruht, welche die
Tierrechte im Namen der Tiere geltend machen.

Das Kühe nur Milch geben, wenn sie geworfen haben
ist schon klar. Deswegen werden sie ja auch
künstlich besamt. Und darin kann ich ehrlich
gesagt keinen ethischen Konflikt feststellen. Das
Milch nicht für Erwachsene ist, sie Hormone, Blut
und Eider enthält und daß artfremde Milch eh nicht
gesund ist, halte ich für Meinungsmache.

Zu deinem 1. Fakt. Ich habe viele Jahre als
Möbelpacker gearbeitet. Bei so einer Tätigkeit
kannst du von einem Umsatz zwischen 3000 und 4000
kcal ausgehen. Das alleine mit pflanzlicher
Nahrung zu decken, halte ich für nicht möglich,
will man nicht den ganzen Tag am kauen sein. Mir
ist zumindest keine Pflanze bekannt, die eine
ähnlich hohe Energiebilanz aufweist wie Fleisch.
Ich weiß zwar, daß z.B. Gladiatoren ihren
Verbrauch mit einer Pampe aus Hafer, Olivenöl und
... öhem ... nochwas deckten. Aber diese Art der
Ernährung ist wohl 1. nicht zeitgemäß und 2. sehr
zeitaufwändig. Jetzt wirst du sagen, daß ich ja
Zeit habe, weil ich um diese Uhrzeit noch Beiträge
schreiben kann, aber ich kann dich beruhigen, bin
nur krankgeschrieben.

Zu deinem 2. Fakt. Klar bringt die Herstellung von
Tierprodukten Gefangenschaft, Leid und gewaltsamen
Tod mit sich. Aber ich bin mir relativ sicher, daß
eine Kuh sich nicht bewußt ist, daß sie gefangen
ist. Wenn die Kuh das nicht weiß, und davon gehe
ich aus, ist es dann wirklich etwas schlechtes?

Außerdem möchte ich auch einmal zu bedenken geben,
daß in der Evolution Fleisch das Non plus Ultra zu
sein scheint. Ohne Fleisch, kein großes Gehirn.
Ohne großes Gehirn keine Bedenken Fleisch zu
essen. Fleisch hat den Menschen zu dem gemacht,
was er ist. Unsere Vorfahren haben unendlich viel
Mühe in die Domestizierung gesteckt. Und wie
danken manche es ihnen? Indem sie ihr Erbe mit
Füße treten. Man könnte sicherlich den
Fleischkonsum einschränken, den folgende Zahlen

http://www.vegan.at/warumvegan/umwelt/wieviel_flei
sch.html

finde auch ich bedenklich. Aber im Endeffekt sind
wir in erster Linie für unsere Art verantwortlich
und nicht für Kühe.

Manuel
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11 Feb 2010 03:36:04
@binbin: Schön, dass du so offen über das Thema
redest!

Ja klar, wir sind für uns verantwortentlich. Wie
aber eigentlich schon ausführlich erläutert wurde,
können wir dieser Verantwortung auch ohne
Tierzucht erfüllen.

Fleisch, Milch oder Eier sind nicht notwendig, um
dich mit ausreichend Energie zu versorgen. Auch
dann nicht, wenn du Möbelpacker bist! Es gibt
vegane Bodybuilder und die kommen auch zurecht,
ohne den ganzen Tag zu essen :P

Die vegane Ernährung mag sich von Außen immer sehr
schwierig anhören, aber das ist es überhaupt
nicht. Im Steakhaus wird man vermutlich kaum noch
etwas finden, aber ich finde, dass man mit solchen
"Einschränkungen" leben kann.
Es gibt auch so scheinbar unendlich viele Dinge,
die man erst dann ausprobiert, wenn man sich dazu
entschließt, kein Fleisch, Milch, Eier mehr zu
essen. Damit meine ich jetzt nicht unbedingt Tofu,
aber natürlich sind auch die Ersatzprodukte ganz
lecker (Döner, Hotdogs, usw)

Zur Haferpampe: Ich stelle mir das nicht sehr
zeitaufwändig vor, im Gegenteil: Haferflocken
weichen doch in wenigen Sekunden auf und wenn man
dann noch das Olivenöl drüberkippt, ist auch noch
keine Minute um?
Schmeckt mit Salz bestimmt sogar gut :D - nettes
Fastfood!

Zur Kuh, die nichts von der Gefangenschaft weiß:
Hast du einen Hund oder eine Katze? Wenn ja: Hast
du ihn/sie schonmal in einen Raum gesperrt? Meine
Erfahrung zeigt, dass das den Tieren alles andere
als Spaß macht und sie das anscheinend sehr wohl
merken, hektisch werden und raus möchten.
Die normale Milchkuh ist den ganzen Tag im dunklen
stinkenden Stall an ihrem Platz festgebunden. Das
macht ihr sicherlich keinen Spaß und sie ist auch
nur deswegen da, weil jemand anderes Milch trinken
möchte und dafür Geld bezahlt.


Erbe mit Füßen treten:
Das wird den Vorfahren sicherlich nichts
ausmachen, schließlich sind sie tot.
Zusätzlich gehe ich entweder davon aus, dass sie
es nicht besser wussten, keine andere Wahl hatten
oder aber auch genau so fragwürdig über Tiere
gedacht haben, wir es heute viele tun.
In jedem Fall wüsste ich nicht, wieso ich der
Vergangenheit wegen jetzt noch Tiere ausbeuten
soll, wenn mir das noch nicht einmal einen Vorteil
bringt.

Milch ist zwar nährreich und in Maßen auch nicht
ungesund, aber sicherlich wird sie von den meisten
Menschen überschätzt.
Das Calcium zum Beispiel bringt dir kaum was, denn
durch das tierische Eiweiß in der Milch wird aus
deinen Knochen fast genausoviel Calcium wieder
abgebaut. In Pflanzen gibts auch Calcium.
Dass sie für die Kälber bestimmt ist und nicht für
den Menschen, sollte sich doch allein schon
dadurch erklären, dass die Kuh nur dann Milch
produziert, wenn sie ein Junges gekriegt hat. Das
ist keine Meinungsmache. Muttermilch von deiner
Frau ist doch auch nicht für alle anderen
bestimmt, sondern nur für dein Kind.


Ich hätte da noch eine Idee:
Versuche doch einfach mal, dich ein oder zwei
Monate lang komplett vegan zu ernähren :)
Trau dich, probiere viele neue Rezepte aus
(Suchmaschine) und vielleicht merkst du nach der
kurzen Zeit, dass das Fleisch und so gar nicht so
wichtig ist, wie man vorher dachte.

Grüße

tommy
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11 Feb 2010 20:23:34
hallo,

spätestens seit dem letzten beitrag von martin,
war mir klar mit welcher sorte mensch wir es hier
zu tun haben und nochmal ich begrüße das
ausdrücklich. schließlich bin ich ein absoluter
fan der indiiduellen lebensgestaltung.

nur überzeigen mich einige argumente grundsätzlich
nicht. nochmal zwischen welchem leben darf man wie
unterscheiden:

moralisch denkendes/nicht moralisch denkendes oder
epfindendes/ denkendes. wahrnehmendes/ nicht
wahrnehmendes. gibt es überhaupt leben das nicht
Wahrnehmungsfäig ist? ich behaupte pflanzen fühlen
auch! das ist auch logisch, wenn man sich das
verhalten der blume z.b ansieht. sobald die sonne
scheint öffnen sie ihre blütenblätter. da weiß
jedes kind, dass sich im inneren der pflanze etwas
abspielt, sie lebt und muss die sonne wahrnehmen,
wer sag mir dass sie dabei nichts fühlt? wer das
behauptet maßt sich ungeheueres an. ein derart
ignoratnes verhalten gegenüber der pflanzenwelt
ist ethisch und moralisch nicht vertretbar.
Die frage einzig ist , nimmt die blume die sonne
ach als solche oder einfach nur als "licht" wie
andere chem. reize wahr und diese reize bewirken
dann eine reaktion. wie verhält es sich bei der
kuh, nimmt die kuh den stall als solches wahr,
oder einfach nur als platz. der ihr von den
ureignesten animalischen treiben als ihr
"schlafplatz" zugewiesen wird.
besteht denn wirklich ein so großer unterscheid
zwischen tieren und pflanzen? darf ich aufgrund
dessen weil eine kuh optisch ein bisschen anderes
aussieht, ein bisschen großer ist, ein bisschen
FLEISCH auf den rippen hat die kuh als wertvoller
bezeichen als die blume? wer hat es mehr verdient
zu leben, die blume oder die kuh? und wo bleibt
der mensch bei diesem ganzen schlamssel...

Martin
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12 Feb 2010 12:36:41
Hi binbin,
[Aufgrund deiner Beiträge bin ich zum Schluß
gekommen, daß du doch nicht so ein Spinner wie
manch anderer bist.]
Das freut mich. Kann ich daraus folgern, dass ich
nicht nur absoluten Blödsinn schreibe?

[Ich respektiere selbsverständlich deine
Lebensweise, denn du scheinst meine auch zu
respektieren.]
Ich habe selbst 18 Jahre lang tote Tiere
konsumiert, und weitere 8 Jahre deren
Milchdrüsensekrete und Menstruationsprodukte. Ich
kann mich noch sehr gut erinnern wie
verständnislos ich war, als ein Kollege erklärte,
er esse keine Eier, aus ethischen Gründen. Ich
habe festgestellt, dass niemand, und damit meine
ich Eltern, Gleichaltrige, Öffentlichkeit,
Werbung, so genannte Ernährungsexperten und
Umwelt- und Tierschützer, die Nutzung anderer
Tiere in Frage stellt. Wir werden groß in einer
absolut speziesistischen Kultur, in der – gepaart
mit dem kapitalistischen Wirtschaftssystem – die
Vorlieben des Menschen und vor allem sein Geld
immer mehr gelten als die elementarsten
Grundbedürfnisse aller anderen Tiere. Ich kann
niemandem zum Vorwurf machen, dass er sich nicht
mit dieser Frage auseinandergesetzt hat, sobald er
lesen konnte. Tierausbeutung wird akzeptiert und
sogar gefordert. Dagegen hilft nur
selbstständiges, kritisches Denken und ein Minimum
an Gerechtigkeitsbewusstsein.

Deshalb kann ich es dir gar nicht hoch genug
anrechnen, dass du mir nicht einfach glaubst,
sondern selber nach Informationen suchst. Der
Wikipedia-Artikel kommt natürlich entsprechend
enzyklopädisch daher, für eine einfachere
Darstellung der Lage empfehle ich
http://www.abolitionistapproach.com/media/slides/t
heory1de.html


Zu den Fragen von Norbert Brieskorn versuche ich
mal meinen Teil zu schreiben:

[1. ob Rechte Wesen zuerkannt werden sollen, die
im Gegensatz zum Menschenkind nie von ihnen selbst
Gebrauch machen können]

a.) Wenn diese Wesen nie davon Gebrauch machen
können, ändert sich nichts, niemand hat Nachteile,
jede Kritik wäre unbegründet.
b.) Es kommt darauf an, was Norbert unter „von
Recht Gebrauch machen“ versteht. Geht es um einen
Anruf beim Anwalt, dann sehe ich keinen Sinn
darin, einem nichtmenschlichen Tier dieses Recht
zu verleihen. Stehe ich mit einem Gewehr im Wald
und schieße nicht auf den Hasen, weil sein Recht
auf Unversehrtheit mich in meinem sportlichen
Eifer bremst, dann schützt dieses Recht effektiv
die Interessen des Hasen, auch wenn er nicht aktiv
„Gebrauch“ davon macht.
c.) Obwohl die meisten Menschenkinder sich früher
oder später ihrer Rechte bewusst gemacht werden,
gibt es Menschen, die für den Rest ihres Lebens
ohne (für ein Rechtsverständnis ausreichendes)
Bewusstsein auskommen müssen. Obwohl ich es nicht
sicher weiß, gehe ich davon aus, dass Norbert
nicht befürwortet, sie unfreiwilligen Experimenten
zu unterziehen oder sie zu Nahrung zu verarbeiten.
Diesen Menschen Grundrechte zuzusprechen und dem
Hasen nicht wäre jedoch eine logisch nicht
begründbare Position. Einzig durch den Rückgriff
auf den Speziesismus können wir hier noch
diskriminieren: Wir würden gleiche Interessen
ungleich behandeln, weil der Hase einer anderen
Spezies angehört als der Mensch. Analog zur
Hautfarbe (Rassismus) oder zum Geschlecht
(Sexismus) ist die Spezies jedoch irrelevant, wenn
es um essentielle Interessen und Bedürfnisse
einzelner Individuen geht.

[2. worin das Plus der Zuerkennung von Rechten an
Tiere gegenüber jenen ethischen Verpflichtungen
läge, welche den Menschen gegenüber den Tieren
ohnehin schon durch ethische Reflexion auferlegt
sind]

Das ist einfach: Nichtmenschliche Tiere brauchen
unsere ethische Reflexion nicht. Sie brauchen
ihren Lebensraum, ihre natürliche Nahrung, die
Möglichkeit, ihren angestammten Verhaltensweisen
nachzugehen, sich in der Sonne zu räkeln, sich
einen Partner zu suchen, Kinder großzuziehen,
soziale Kontakte zu pflegen und im Kreise der
Vertrauten alt zu werden. Wir gewähren „unseren
Nutztieren“ nichts davon. Wenn Norbert mit
„ethischen Verpflichtungen“ meint, dass wir die
anderen Tiere ja „human schlachten“ müssen, dann
kann alles andere ja nur ein Plus sein.

[3. ob es sich um die Ausdehnung von
Menschenrechten auf Tiere oder um spezifische
Tierrechte handeln soll]

Es ist eine Ausdehnung in dem Sinne, wie wir
Grundrechte auch auf geistig und körperlich
benachteiligte, dunkelhäutige, eingeborene,
weibliche, homosexuelle und Menschen im
Kindesalter ausgedehnt haben.
Da Menschen Tiere sind, gelten alle Tierrechte
auch für Menschen. Darüber hinaus genießen
Menschen weitere, spezifische Rechte, welche
Interessen schützen, die für nichtmenschliche
Tiere nicht relevant sind (z.B. Bildung,
politische Mitbestimmung, Berufswahl). Soweit es
sich um fundamentale Interessen und Bedürfnisse
handelt (Leben, Selbstbestimmung, körperliche und
geistige Unversehrtheit), sollten die Rechte,
welche diese Interessen schützen, auf
nichtmenschliche Tiere ausgeweitet werden. Ich
behaupte allerdings, dass diese Rechte (damit
meine ich nicht die von einer menschlichen
Regierung oder Organisation festgelegten, sondern
die intrinsischen Rechte) von allen daran
interessierten Individuen bereits besessen, aber
durch die Menschen in ihrer Selbstherrlichkeit
nicht wahrgenommen werden.

[4. wie der jeweilige Vorrang zwischen Menschen-
und Tierrechten zu ermitteln ist]

Wie eben erwähnt besitzen Menschen und andere
empfindungsfähige Tiere die selben Grundrechte.
Was diese Rechte betrifft, ist die
Vorrangsermittlung gleich, egal ob es sich um
Menschen oder andere Tiere handelt.

[5. worauf die Legitimität jener beruht, welche
die Tierrechte im Namen der Tiere geltend machen]

Spontan würde ich sagen, die Legitimität beruht
auf Logik, Rationalität, Wahrheit und
Gerechtigkeit, ebenso wie die Legitimität derer,
welche die Rechte der Kinder in der sogenannten
dritten Welt in deren Namen geltend machen.


[Das Kühe nur Milch geben, wenn sie geworfen haben
ist schon klar. Deswegen werden sie ja auch
künstlich besamt. Und darin kann ich ehrlich
gesagt keinen ethischen Konflikt feststellen.]
Nicht persönlich nehmen, aber hättest du Bedenken,
wenn deine Schwester jedes Jahr künstlich besamt
(=vergewaltigt) und ihre Milch an eine Molkerei
verkauft werden würde, bis sie nach einigen Jahren
umgebracht wird? Sie mag ein Mensch sein und die
Kuh eine Kuh, aber dieser Unterschied ändert
nichts an der Tatsache, dass beide ein Recht
darauf haben, selbst zu bestimmen, was mit ihrem
Körper passiert.

[Das alleine mit pflanzlicher Nahrung zu decken,
halte ich für nicht möglich]
Es gibt nur eine Möglichkeit, das herauszufinden!
Mit einer einzigen Avocado (400 g) hast du gleich
640 kcal wieder drin.
Ich habe selber einen Job bei einem
internationalen Paketversender und verlade
stündlich im Schnitt 500 bis zu 35 kg schwere
Pakete. Klar, jeder Mensch hat eine individuelle
Energiebilanz, ich kann nur von mir berichten,
dass Ausdauer nicht mein Problem ist. Vielleicht
aber auch nur, weil ich nicht mehr rauche? ;-)
Wie Manuel schon erwähnt hat, setzen immer mehr
Leistungssportler auf rein pflanzliche Ernährung,
im Allgemeinen kann mal wohl davon ausgehen, dass
es nicht nur möglich ist, sondern sogar
gesundheitliche Vorteile bietet. Aber nochmal:
Informiere dich unabhängig!

[Aber ich bin mir relativ sicher, daß eine Kuh
sich nicht bewußt ist, daß sie gefangen ist.]
Wenn ein Tier kein Bedürfnis hat, sich zu bewegen,
dann braucht es auch kein Recht dazu, das ist
wahr. Ich gehe auch nicht davon aus, dass eine Kuh
weiß, dass sie momentan von Menschen
gefangengehalten wird, wobei ihr eigentlich die
Freiheit zusteht. Wovon ich nicht ausgehen kann
ist ein fehlender Bewegungstrieb, davon, dass sich
die Kuh nicht fortbewegen will, sonst müsste sie
ja nicht eingesperrt werden. Bei Kühen in
Gefangenschaft lassen sich nicht nur physische
(Enthornung, Mastitis, Tod), sondern auch
psychische Beeinträchtigungen (Stereotypie,
Katalepsie, und dies bezieht sich selbstredend
nicht nur auf Kühe) beobachten. Dies lässt
wiederum auf ein gewisses Maß an Leid schließen,
das in Kauf genommen wird, weil die Menschen
lieber Kuhmilch trinken als Soja-, Reis-, Hafer-
oder Mandelmilch.

[Unsere Vorfahren haben unendlich viel Mühe in die
Domestizierung gesteckt. Und wie danken manche es
ihnen?]
Traditionen, also das, was man schon immer so
gemacht hat, sind nicht automatisch moralisch gut.
Bedenke, wie viel Mühe in die Entwicklung der
Atombombe gesteckt wurde. Tatsächlich hat die
Forschung auf militärischem Gebiet unsere
Technologien schneller und weiter angetrieben als
alles andere. Und trotzdem lehne ich den Einsatz
von Atombomben ab, trotzdem halte ich es für
möglich, dass wir uns auch auf friedliche Weise
weiterentwickeln können.

[Aber im Endeffekt sind wir in erster Linie für
unsere Art verantwortlich und nicht für Kühe.]
Ja, ganz richtig. Aber für sich verantwortlich zu
sein ist nicht gleichzusetzen mit berechtigt zur
Ausbeutung Andersartiger. Auf der anderen Seite
müssen wir auch nicht alle Tierliebhaber werden.
Im Idealfall lassen wir nichtmenschliche Tiere
einfach in Ruhe.

Apropos: Gute Besserung!


@ Manuel:
Danke auch für deinen Beitrag zur Diskussion.
Weiter oben wurde schon bedauert, dass sich nicht
noch weitere Vegetarier beteiligen. Mit dir als
Veganer sind wir alle natürlich noch besser dran.


@ tommy:
Ich habe deinen doppelten Eintrag gelöscht, ich
hoffe, das ist ok.
Welche Sorte Mensch ich bin, weiß ich selber
nicht. :D Ich vermeide Gewalt, wann immer ich kann
(d.h. vor allem im Supermarkt), aber ansonsten bin
ich ein „ganz normaler Typ“. Ich mag Hardcore Punk
und Parties, Skateboarding und Videospiele,
leckeres Essen und meine Freundin. Ich gestalte
mein Leben so angenehm wie es geht, und es geht
sehr gut ohne vermeidbare Tierprodukte.

Zu deiner Frage: Pflanzen reagieren auf äußere
Reize, das ist richtig. Dabei laufen biochemische
Reaktionen ab, wie du schon angedeutet hast,
Aufblühen, Photosynthese, Fruchtbildung etc.
Allerdings benötigen diese Vorgänge kein
Bewusstsein, in etwa so, wie unsere Fingernägel
weiterwachsen, während wir im Koma liegen. Die
aktuelle wissenschaftliche Position lautet, um uns
selbst, unsere Umwelt, Empfindungen wie Freude,
Angst oder körperlichen Schmerz wahrzunehmen,
benötigen wir ein funktionierendes zentrales
Nervensystem und Schmerzrezeptoren in unserer
Haut. Diese Voraussetzungen finden wir bei vielen
Tieren, aber nicht bei Pflanzen.
Ich will damit nicht behaupten, wir wüssten, ob
und wie Pflanzen empfinden. Wir können auch nicht
wissen, wie eine Kuh empfindet oder unser Nachbar.
Wir können nur beobachten, dass die Evolution
einige Lebewesen hervorgebracht hat, die bei
Verletzung schreiend wegrennen, und andere, die
dabei keine Reaktion zeigen.

Aber nochmal: Nehmen wir an, dass wir Nahrung zu
uns nehmen müssen, um zu überleben, und dass eine
Pflanze genau gleich empfindet wie eine Kuh. Ich
töte jahrelang fühlende Pflanzen und füttere die
Kuh damit, bis sie 600 kg wiegt und ich sie
umbringe. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich selber
noch nichts gegessen, aber ich verhalte mich
gegenüber der Pflanzenwelt rücksichtsloser, als
wenn ich mich selbst (75 kg) zwei Jahre lang von
Pflanzen ernährt hätte.

Bei der Frage „Wer hat es mehr verdient zu
überleben“ handelt es sich um ein Dilemma, es gibt
keine zufriedenstellende Lösung. Die meisten
Menschen haben jedoch schnell eine Antwort parat:
Es ist der Mensch, oder die Tiere, die er zu
seinen „Haustieren“ gemacht hat, oder die süßen
oder die vom Aussterben bedrohten Tiere. Alles
Leben hat von sich aus einen Wert, dieser ist
unabhängig davon, ob das Leben für den Menschen
ausnutzbar ist und ob es fühlt oder nicht.
Allerdings können wir uns nicht den ökologischen
Kreisläufen entziehen, die das Leben auf der Erde
aufrecht erhalten. Wir Menschen können als relativ
intelligente, verantwortungsvolle Tiere nur „das
kleinste Übel“ wählen, und das ist leider meistens
nicht das, was von Wirtschaft und Gesellschaft von
uns verlangt wird.


@ binbin und tommy:
Zwei sehr oft missverstandene Punkte sind mir noch
wichtig:

1. (in Ergänzung zu Manuels Beitrag) Wer sich
vegan ernährt, muss keineswegs auf tägliche
Geschmacksexplosionen verzichten. Ganz im
Gegenteil. Die meisten mir bekannten Veganer haben
sich nach einiger Zeit selbst gewundert, wie viel
umfassender und abwechslungsreicher ihre Ernährung
geworden ist.
Einen kleinen Ausschnitt aus dem, „was man denn da
noch essen kann“ gibt es immer hier:
http://foodgawker.com/post/category/vegan

2. Zum Reh, das vor ein Auto gerät:
Selbstverständlich schützen Tierrechte nicht vor
Unfällen, Naturkatastrophen oder
Raubtierangriffen. Davor schützen nicht mal die
Menschenrechte. Tierrechte schützen das Interesse
eines Individuums (Fisch, Rind, Mensch),
selbstbestimmt zu leben und nicht Eigentum eines
anderen zu sein. Oft wird impliziert, Befürworter
der Tierrechte müssten Löwen davon abhalten,
Antilopen zu fressen, während Menschenrechtler
nicht für unglaubwürdig erklärt werden, weil sie
Löwen nicht davon abhalten wollen, Menschen zu
fressen. Wäre ja auch absurd.





tommy
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12 Feb 2010 19:47:51
1. siehst du erkennst zurecht, dass man das leben
der pflanze also nicht gegen das leben des tieres
abwägen kann. wenn man schon das leben des
menschen nicht gegen das des tieres abwägen kann.
rein juristisch betrachtet darf man ja leben gegen
leben nicht abwägen und das macht auch durchaus
sinn.

soviel zur ethik und moralistischen theorie. nur
leider muss der mensch sich ernähren. also muss er
entweder pflanzen oder tiere töten. oder er
verendet selber. ob man nun ich esse 10 kg fleich
das macht mich so satt wie 50kg salat oder 100kg
getreide gegen 20 kg fleisch oder der gleichen
aufrechnen kann ist schwer zu beurteilen.

du stellt daher zutreffend fest, eine abschließend
und zufreidenstellende antwort gibt es nicht. so
schön jede theorie ist, sie wird oft von der
realität eingeholt. v.a. wenn viele parameter
ungewiss, sind wie hier.
der mensch als denkendes wesen mit
moralvorstellungen muss also das beste draus
machen und seine lebensweise danach richten. eine
lebensweise, die er bei gehöriger anstregung in
seiner sozialen lage als sittlich und moralisch
vertretbar erachten kann.
das nun, bin ich mir sicher, bewertet jeder mensch
unterschiedlich und wählt eine lebensform als
veganer, als vegitarier, als gemischtesser usw...

darüber nachdenken ist immer gut, hält fit, macht
spass und bringt uns vielleicht weiter. wir
sollten es aber tunlichst vermeiden eine theorie
als die richtie oder eine lebensweise als wie
wahre hinstellen zu wollen. das gab es schon mal
vor ungefär 70 jahren und wir wissen wie und was
dabei herausgekommen ist.

Manuel
Mail Link
13 Feb 2010 03:12:45
Eine kurze Meldung von mir:

Veganismus darf nicht als etwas Spirituelles oder
Esoterisches missverstanden werden.
Es geht in erster Linie nicht um "Leben", sondern
eher um Leid und Rechteverletzung.
Wir können bei Tieren sicher sagen, dass sie
leiden, wenn sie eingesperrt, getötet oder
sonstwie falsch behandelt werden (wie intensiv das
ist, ist natürlich je nach Bauer/Metzger
unterschiedlich, dennoch aber immer gegeben).
Wir haben bei Pflanzen keinen Grund zur Annahme,
dass sie Leiden, schließlich fehlt ihnen das
Nervensystem dazu.

Allein das reicht aus, um eine eindeutige
Entscheidung zu treffen, ob jetzt das Tier
umgebracht oder die Pflanze gepflückt werden soll.

Was nun noch dazukommt, ist die Tatsache, dass wir
Tiere mit Pflanzen großzüchten, die wir vorher in
Massen anbauen.
Die Zahlen dafür lassen sich ziemlich genau
ermitteln, denn die Tierindustrie ist natürlich
auf größtmöglichen Profit aus und mästet Tiere nur
so lange wie nötig.
Grob kann man etwa den Faktor 10 nehmen.
Du benötigst also die zehnfache Menge an Pflanzen
_zusätzlich_.
Die Entscheidung ist also nicht: "Pflanze" oder
"Tier", sondern: "Pflanze" oder "Tier und viele
Pflanzen".

Wenn du das direkt isst, benötigst du keine 5kg
Salat statt 1kg Fleisch und erst recht nicht 5kg
Getreide. (Kann man die 5-fache Menge überhaupt
essen? Ich denke nicht.)

Wenn du jetzt andere Aspekte betrachtest,
Umweltschutz und Welthunger, ist der Veganismus
genau deswegen natürlich auch ne super Lösung. Das
weißt du aber bestimmt schon.

PS: Das vor 70 Jahren passiete sicherlich nicht
deshalb, weil man die Rechte gewisser Individuen
erkannt hat. Eher im Gegenteil, man wollte sie
aberkennen.

binbin
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13 Feb 2010 15:33:52
Hallo Manuel

Schön, daß Martin Verstärkung bekommen hat und
auch einmal ein zweiter Pflanzenesser zu lesen
ist. Ich werde einmal versuchen, das kürzlich
Erlesene hier mit einfließen zu lassen.

Dann erstmal danke für die Genesungswünsche. Es
ist nichts großartiges, nur die Hand gebrochen.
Aber mit steifer Hand darf ich als Fahrer nicht
arbeiten, wegen Versicherungsschutz.

Aaaaaalso ... Zuerst einmal ist es mir eine
Herzensangelegenheit festzustellen, daß eine
vegane Ernährung für mich nicht in Frage kommt.
Keine zwei Tage und erst recht keine zwei Monate.
Dazu mag ich Fleisch einfach zu sehr. Wenn`s
ginge, würde ich sogar Fleisch trinken. Asche auf
mein Haupt. Es geht auch nicht darum, ob ich
Fleisch esse oder nicht. Ich will nur verstehen,
warum jemand auf das leckerste Nahrungsmittel
überhaupt verzichtet. Ähnlich wie man die Inkas zu
verstehen versucht, die mit Menschenköpfen ihr
komisches Spiel spielten. Oder warn`s die Azteken?
Egal.

Was mir sofort in`s Auge gestochen ist, ist der
Satz über die veganen Bodybuilder. Meines Wissens
ernähren sich gerade Bodybuilder von viel Fleisch
und Nudeln und so Zeugs. Ein Credo ist, oder war
zumindest noch vor einem Jahr: "Alles was schwimmt
und fliegt". Viel Putenfleisch z.B., wegen des
hohen Eiweißgehaltes, welches ja unersetzlich für
den Muskelaufbau ist. Vielleicht verwechselst du
aber auch Bodybuilder mit normalen Fitnessgängern,
die keinen hohen Wert auf Muskelberge legen,
sondern nur auf ... öhem ... Fitness eben.

Sicherlich könnte man Eiweiß auch aus Pflanzen
gewinnen. Aber, auch wenn sich das blöd anhört, es
scheint wohl zu sein, daß man als Säuger besser
Säuger verdauen kann als z.B. Pflanzen. Das liegt
an der Gleichartigkeit des Gewebes. Der Körper
kann Nährstoffe am besten aus Fleisch ziehen. So
erhalten wir 0,5 Gramm Eisen aus 100g
Schweinefleisch oder eben aus 700 Gramm Spinat.
Und mal ganz ehrlich, wer ißt schon 700 Gramm
Spinat. Zumal die Nährstoffe im Fleisch frei
verfügbar sind, wohingegen Pflanzen die dumme
Angewohnheit haben, ihre Nährstoffe zu verkapseln,
in Zellulose einzubinden oder toxisch zu schützen.
Also sind Pflanzen schwerer verdaulich. Um mal
Klartext zu reden; Wenn ich Weihnachten Nüße esse
oder Tomaten, dann finden sich im Rücklauf immer
unverdaute Reste davon. Das liegt wohl daran, daß
der Verdauungstrakt des Menschen zu kurz ist.

Im Laufe der Evolution hat sich nicht nur das
Gebiss der frühen Menschen vom Pflanzenfresser-
zum Allesfressergebiss verändert, auch ist das
Gehirn um das 60 fache gewachsen wohingegen der
Verdauungstrakt kürzer wurde. Das Dilemma dabei,
ein Kilo Gehirn verbraucht in etwa zehnmal soviel
Energie, wie ein Kilo normales Körpergewebe. Also
mußten die frühen Menschen ihre Ernährung
umstellen und anfangen, sich von Insekten zu
ernähren. Aufgrund der Sozialisation haben
Insekten später natürlich nicht mehr ausgereicht
und man fing an zu jagen. Eigentlich heißt das
alles eigentlich nichts anderes als; Die Natur hat
für den Menschen eine Mischernährung vorgesehen.
Oder im Umkehrschluß; Sich fleischlos zu ernähren
ist gegen die Natur. q.e.d.

Klar hat eine eingesperrte Katze einen Drang, nach
draußen zu wollen. Aber nur dann, wenn sie draußen
auch kennt. Eine Katze die immer nur in der
Wohnung gehalten wurde, zeigt keine auffälligen
Verhaltensweisen. Wenn die Menschen nicht zufällig
wüßten, daß es ein Weltall gibt, hätten wir dann
auch Sehnsucht nach den Sternen? Wohl kaum.

Zum Thema Milch. Milchcalzium kann mithilfe von
Vitamin D, welches allerdings zusätzlich zugeführt
werden muß, sehr wohl gut vom Körper verarbeitet
werden. Da ich mir ja nun gerade die Hand
gebrochen habe, aber so schnell wie möglich wieder
arbeiten möchte, habe ich mich damit ein wenig
beschäftigt. Zum einen ist es so, daß ein erhöhter
Milchkonsum bei Frakturen keine Auswirkung hat.
Zum anderen hat Milch aber sehr wohl einen
prophylaktischen Nutzen. Die Bundesanstalt für
Ernährung und Lebensmittel hat dazu festgestellt
daß:

*Wikipedia an*

"[...] die Vorteile des Milchkonsums [...] die
etwaigen Risiken übertreffen [...]. Es sei
bewiesen, daß ein ausreichender Milchkonsum
Osteoporose, Bluthochdruck, Herzinfarkt und
Übergewicht vorbeuge."

In einer Untersuchung der Universität von
Kopenhagen heißt es:

"daß das in der Milch enthaltene Calcium die
Fettmenge im Blut nach den Mahlzeiten reduziert.
Danach ist die Menge des Blutfettes bei Personen,
die Calcium aus Milchprodukten aufnehmen, um
15-19% niedriger als bei Vergleichspersonen, die
Calcium über Calciumsupplemente aufnehmen"

*Wikipedia aus*

Ich hatte es mit`m Doktor drüber. Er meinte, daß
in der normalen mitteleuropäischen Ernährung
normal genug Calzium enthalten sei. Und die
normale mitteleuropäische Ernährung ist nicht
vegan. Ich möchte noch sagen, daß der Vergleich
mit meiner Schwester hinkt. Aber dazu später mehr.
Das Kühe Milch für ihre Kälber kriegen, ist klar
keine Meinungsmache. Meinungsmache sind die
Behauptungen, daß Milch Hormone, Blut und Eiweiß
enthalten und das artfremde Milch nicht gesund
ist. Ich habe zumindest noch nie gehört, daß
jemand an Milch gestorben ist, so er denn keine
Lactoseunverträglichkeit hat. Ich kann mich daran
erinnern, daß vor einpaar Jahren mal das Thema
Sitz- oder Stehpinkler aufkam. Die Frau eines
Kumpels meinte zu mir, daß es gesünder ist, im
sitzen zu schiffen, weil im stehen Reste des Urins
in der Harnblase verbleiben würden und diese sich
dann verfestigen würden. Das ist natürlich
Blödsinn, aber genauso Meinungsmache.

@Martin

Nein, du schreibst Blödsinn, Manuel im übrigen
auch nicht. Wir gehen ja konform, wenn wir sagen,
daß zuviele Tiere nicht artgerecht oder
meinetwegen auch unnötig gehalten werden. Fakt
ist, und ich beziehe mich auf deine Zahlen, wenn
man den Fleischkonsum um die Hälfte reduzieren
würde, könnte man sich 28 Mrd Schlachtungen pro
Jahr sparen. Den wirtschaftlichen Aspekt, daß das
eine Menge Arbeitsplätze kosten würde, lassen wir
jetzt mal außen vor. Ich gebe zu, daß ich selber
zu viel (ich hasse die Worte, bei denen man immer
nicht weiß, ob sie zusammen oder auseinander
geschrieben werden) Fleisch esse. Aber die
empfohlene Menge von zweimal die Woche, und da ist
Wurst schon dabei, ist mir einfach zu wenig.
Trotzdem weiß ich, daß ich mich ausgewogen
ernähre.

Ein Minimum an Gerechtigkeitssinn. Gehn wir mal
davon aus, die gesamte Menschheit würde sich vegan
ernähren. Zum einen müßten natürlich riesige
Landmassen mit Feldern überzogen werden. Immerhin
sind wir 6.5 Mrd hungrige Mäuler die gestopft
werden wollen. Gucken wir uns einmal das Beispiel
Brot an. Brot wächst ja nun nicht an Bäumen. Ich
weiß auch nicht, wieviel Ähren man braucht um ein
Brot zu backen. Sicherlich würde sich das aber
nicht rendieren. Denn zum einen dürren Pflanzen
den Boden aus. Bei den riesigen Mengen die man
bräuchte, hätten wir nach ein paar Jahren riesige
Brachflächen. Dann muß das Getreide geerntet
werden, zum Lager transportiert werden, zur Mühle
transportiert werden, gemahlen werden, zum Bäcker
transportiert werden, gebacken werden und zum
Kunden verschafft werden. Das heißt, Getreide
müßte dreimal transportiert werden + gebacken
mithilfe fossiler Brennstoffe. Das und der Boden
ist schonmal eine enorme Umweltbelastung.
Nutztiere hingegen werden ja häufig mit
Abfallprodukten gefüttert, die bei der
Nahrungsmittelherstellung eh anfallen. Außerdem
haben Pflanzen den Nachteil, daß sie nur einmal im
Jahr wachsen. Man müßte sich also einen
Jahresvorrat an Getreide für 6.5 Mrd Menschen, die
nur das essen, anlegen. Fleisch kann man Just in
Time produzieren. Ein Hühnchen wird, glaube ich,
nach zwei Monaten geschlachtet. Wenn sich die Welt
also rein vegan ernähren würde, gäbe es, so glaube
ich, bald keine 6.5 Mrd Menschen mehr. Wäre das
etwa gerecht? Willst du wirklich das Leben einer
Kuh gegen das eines Menschen aufwiegen?

Ich habe mir deine Website einmal angeschaut. Ich
halte es einmal stichpunktartig fest

- Wer sagt uns, daß es den Pferden nicht gefällt.
Schließlich, so habt ihr ja festgestellt, brauchen
Tiere Auslauf
- Die Veranlagung zu Krebs ist meines Erachtens
genetisch bestimmt. Tierische Produkte haben also
höchstens eine auslösende Wirkung. Ich erinnere
mich jetzt einmal an die toxische Wirkung von
Pflanzen. So sagt man, daß man bei Tomaten diesen
grünen Knubbel abschneiden muß. Oder , weil ich`s
letztens mal gesehen habe, ist die Lady von Dai an
zuviel Melonenkernen gestorben. Zwar nicht
ursächlich aber wohl auslösend
- Das mit`m Wasser braucht uns ja, dank
Wasserkreislauf nicht zu kümmern
- Tiere werden meist eh mit Abfällen gefüttert

Die Zahlen kann man glauben oder nicht. Auf dieser
Website wird von 100.000 Liter Wasser pro Kilo
Rindfleisch gesprochen. Andere Quellen nennen eine
Faustregel von 15.000 Litern. Vielleicht benötigt
man solch hoch gegriffene Zahlen als Veganer aber
auch, um sich selbst zu bestätigen.

Das du Paketschubbser bist hätte ich jetzt nicht
gedacht. Ich war der Meinung, daß du studierst
oder so. Auf deine Antworten bezüglich Norbert
Brieskorn gehe ich das nächste Mal ein.

Zurück zur Schwester und damit zum Schluß.

Was mir auffällt ist die Tatsache, daß Tiere von
eurer Seite aus zu sehr vermenschlicht werden.
Auch wird andauernd von einem Grundrecht für Tiere
gesprochen, welches es juristisch ja eh nicht
gibt. Wie gesagt, man sollte nicht den Fehler
begehen, Tiere zu vermenschlichen. Zwar treten
alle Eigenschaften des Menschen auch im Tierreich
auf, jedoch eher sporadisch und nicht in so
geballter Form, wie bei uns. Einem Schwein spreche
ich ganz einfach die Eigenschaft ab, neugierig zu
sein. Ein nicht neugieriges Schwein hat also gar
nicht das Bedürfnis, die Welt zu erkunden. Ich
spreche einer Kuh Liebe ab. Warum kann ich ihr
dann, ethisch betrachtet, nicht das Kalb wegnehmen
um ihre Milch zu verarbeiten? Also hinkt der
Vergleich mit der Kuh und meiner Schwester. Tiere
untereinander muß man sehr differenziert
betrachten. Ich kann keine Schnecke mit
Röhrenaugen und einen Adler der vierfarbig sieht
vergleichen. Die Natur hat uns nunmal eine
besondere Rolle auf diesem Planeten gegeben. Einer
kümmert sich um alle, und alle kümmern sich um
einen. Ich finde auch den zweiten Kritikpunkt von
Norbert Brieskorn sehr passend. Wir tuen viel für
Tiere, weil es uns unser ethisches Verständnis
vorschreibt. Aber wenn es an`s grundlegende geht,
die Ernährung, muß auch mal eine Grenze gezogen
werden. Der Mensch hat sich vom Gejagten zum Jäger
entwickelt, weil die Natur es so befohlen hat.
Führen wir jetzt z.B. das Grundrecht ein, daß
Tiere nicht mehr zu Nahrungszwecken gezüchtet
werden dürfen. Wer kontrolliert dann die Ameisen,
die sich Blattläuse halten? Wer verklickert einem
Wolf, daß er keine Rehe mehr jagen darf? Richtig,
ein Wolf darf das natürlich, weil er ein Tier ist
... genau wie die, eurer Wortwahl folgend,
menschlichen Tiere.

Ich sehe auch noch ein zweites Dilemma in eurem
Veganismus.

*Ironie an*

Ob Veganer aufgrund von Fleischlosigkeit noch
zeugungsfähig sind, vermag ich nicht zu
beurteilen.

*Ironie aus*

Angenommen, du hast ein Kind. Erstens, ist es für
ein Kind eh nicht gut, sich vegan zu ernähren, da
es das Calzium aus Milch und Eiern zum Knochen-
und Zahnaufbau benötigt. Vielleicht erziehst du es
aber dahin. Irgendwann, mit 14 oder so, sagt dein
Kind, daß es keinen Bock mehr auf vegane Ernährung
hat und lieber Fleisch essen möchte.
Selbstverständlich bist du dazu verpflichtet, dein
Kind zu ernähren. Was wiegt aber schwerer? Das
Selbstbestimmungsrecht des Kindes oder das der
Kuh? Letztlich wirst du wohl dazu gezwungen sein,
Fleisch zu kaufen und damit die von dir so
verhasste Industrie zu unterstützen.

Es ist natürlich schwer, gegen Ethik zu
argumentieren. Ehrlich gesagt, wird mir beim
nächsten Post wohl nicht mehr sehr viel einfallen.
Ethisch gesehen mögt ihr vielleicht recht haben.
Aber Fleisch ist eben ein Bestandteil, unserer
Kultur.

binbin
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13 Feb 2010 18:05:35
Oh Gott, wat ne Menge Fehler drin. Den größten
möchte ich hier einmal berichtigen. Natürlich muß
es unter @Martin heißen:

"Nein, du schreibst keinen Blödsinn, ..."

Kleiner aber feiner Unterschied.

Martin
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16 Feb 2010 02:50:34
[Ich will nur verstehen, warum jemand auf das
leckerste Nahrungsmittel überhaupt verzichtet.]
„Lecker“ ist ja erst mal relativ. Mir war es das
einfach nicht mehr wert. Zu wissen, dass jemand
anderer vielleicht ein Jahr lang gefangengehalten
wurde, nur weil ich seine Muskeln lecker fand,
wenn sie dann mal vom Rest der Leiche getrennt und
gewürzt waren. Wenn ich es ablehne, Hunde, Katzen
oder Menschen unnötigerweise quälen und töten zu
lassen, gibt es keinen Grund, Schweine oder Hühner
außen vor zu lassen.

Vegane Bodybuilder: Google ist dein Freund.

[Die Natur hat für den Menschen eine
Mischernährung vorgesehen. Oder im Umkehrschluß;
Sich fleischlos zu ernähren ist gegen die Natur.
q.e.d.]
Wenn sich das menschliche Gebiss vom
Pflanzenfresser- zum Allesfressergebiss verändert
hat, dann hat die „Natur“ aber doch eigentlich
eine fleischlose Ernährung vorgesehen. Die
Menschen hätten ihre Ernährung damals völlig
„widernatürlich“ auf allesfressend umgestellt, und
erst dieser Zustand darf heute als „natürlich“
gelten? Im Ernst, mit dem Argument „Natürlichkeit“
lassen sich Vergewaltigung, Mord und Totschlag
rechtfertigen. Auf der anderen Seite verbietet uns
das Gebot der „Natürlichkeit“ aber auch Schuhe,
Computer und Gipsverbände. ;-)

[Wenn die Menschen nicht zufällig wüßten, daß es
ein Weltall gibt, hätten wir dann auch Sehnsucht
nach den Sternen?]
Bist du damit einverstanden, dass wir Menschen für
Versuchszwecke und zur Organgewinnung in Ställen
züchten, unter der Voraussetzung, dass sie nie
wissen werden, dass es ein Draußen gibt?

[Es sei bewiesen, daß ein ausreichender
Milchkonsum Osteoporose, Bluthochdruck,
Herzinfarkt und Übergewicht vorbeuge.]
Damit ist nicht widerlegt, dass eine ausgewogene,
abwechslungsreiche vegane Ernährung zu wenig
Calcium bietet. Bluthochdruck, Herzinfarkt und
Übergewicht sind für Veganer auch eher weniger ein
Thema.

Generell: Ob Milch gesund ist oder nicht ist (für
mich) nicht relevant. Relevant ist, dass wir sie
durch Ausbeutung weiblicher Säugetiere gewinnen,
und dass es Alternativen gibt, und sonst nichts.
Es mag sein, dass noch niemand daran gestorben ist
und dass darin kein Blut schwimmt, aber es geht am
eigentlichen Thema vorbei.

Die Sache mit der Flächennutzung: Tierische
Nahrungsmittel benötigen mehr Fläche als
pflanzliche. 90 % der in Brasilien angebauten
Sojabohnen werden als Tierfutter nach Europa
verschifft, damit unsere Kühe genug Eiweiß
bekommen, damit wir genug Eiweiß in unserer Milch
haben. Wir bräuchten nur ein Zwanzigstel davon,
würden wir die Sojabohnen direkt als Eiweißquelle
nutzen und nicht über verlustreiche Umwege.
„Rein rechnerisch wird genug Getreide produziert,
um alle Menschen ausreichend zu ernähren. Doch
fast die Hälfte des Korns wird an Vieh verfüttert.
Aus 100 Kalorien im Getreide werden zehn Kalorien
im Fleisch. Durch diese "Veredelung" gehen 90
Prozent der geernteten Nahrungskalorien verloren.“
(http://www.welthungerhilfe.de/nahrung-ackerflaech
en.html)

Krebsauslösende Wirkung und Wasserverbrauch von
Tierprodukten: Irrelevant. Interessiert mich
ehrlich gesagt nicht, ob pro Kilogramm Rindfleisch
100 oder 100 000 Liter Wasser benötigt werden.
Mich interessiert, mit welcher Rechtfertigung wir
Rinder für unser Vergnügen ausbeuten.

Tiere vermenschlichen: Ich behaupte nicht,
Schweine können Englisch sprechen oder auf zwei
Beinen gehen. Ich weiß, dass Schweine ein
zentrales Nervensystem haben und mit allerhöchster
Wahrscheinlichkeit Leid und Schmerzen empfinden
können, genau wie du. Ich persönlich gebe ihnen
deshalb – und nur deshalb – das Grundrecht,
welches ihr Interesse an der Vermeidung von Leid
und Schmerzen schützt, und ich respektiere dieses
Recht, so wie ich es bei Menschen respektiere.

[Tiere untereinander muß man sehr differenziert
betrachten.]
Differenzierte Betrachtung heißt aber nicht,
verschiedenen Tieren willkürlich Fähigkeiten
abzusprechen, nur weil es uns dann leichter fällt,
einen Nutzen aus dem Tier zu ziehen.

[ein Wolf darf das natürlich, weil er ein Tier
ist]
Ein Wolf darf das, weil er keine andere Wahl hat.

[Irgendwann, mit 14 oder so, sagt dein Kind, daß
es keinen Bock mehr auf vegane Ernährung hat und
lieber Fleisch essen möchte.]
Vielleicht sagt es auch, dass es jetzt eine Uzi
will um damit in der Schule rumzuballern. Wiegt
sein Selbstbestimmungsrecht schwerer oder das
Leben der anderen Schüler?
Verhasste Industrie würde ich auch nicht so stehen
lassen. Es besteht eine riesige Nachfrage nach
Tierprodukten, und gute Kapitalisten bedienen
diese eben, dafür hasse ich sie ja nicht.

Fleischessen ist definitiv ein Bestandteil unserer
Kultur, da kann ich nicht widersprechen. Die Frage
ist nur, ob es deshalb auch gerechtfertigt ist.
Veganer entziehen sich diesem blutigen Teilaspekt
unserer Kultur. Sie haben eine weitere Form der
Unterdrückung erkannt, nämlich die aufgrund der
Spezies, und machen einfach nicht mehr mit.
Ich kann nur nochmals betonen, dass ich deine
jetzige Einstellung nachvollziehen kann. Ich habe
selber so gedacht und bin umgeben von Menschen,
die so denken. Ich werde (vor allem im Internet)
ausgelacht, beleidigt und als extremer Fanatiker
bezeichnet, aber es ist mir wichtiger, meiner
Überzeugung entsprechend zu handeln: dass es nicht
in Ordnung ist, Tiere jedweder Art unnötigem Leid
auszusetzen, und der Konsum von Fleisch, Eiern
oder Milch ist unnötig.

Ich danke dir, dass du dich auf diese Diskussion
einlässt und unsere Argumente anhörst, das tun
nämlich die wenigsten, weil sie sich dann
ernsthaft fragen müssten, ob ein paar Minuten
Gaumenschmaus ein Leben in Gefangenschaft
rechtfertigen. Und dabei sind Veganer ja die
letzten, die sich kulinarische Genüsse nehmen
lassen.

binbin
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16 Feb 2010 04:13:53
Das Problem ist, daß es für jedes Argument ein
Gegenargument gibt. Auch wenn es nur subjektiv
ist. Dich davon überzeugen zu wollen, wieder
Fleisch zu essen ist genauso ein sinnloses
Unterfangen wie dich davon zu überzeugen, daß
deine Lieblingsfarbe nicht Grün sondern Schwarz
ist. Selbstverständlich könnte ich dir 1000 gute
Gründe nennen, warum schwarz schöner ist, trotzdem
bleibt`s Unsinn. Deswegen bringt auch alles
Fachsimpeln nichts ... ob Milch gut oder schlecht
ist und ob man besser Fleisch verdaut als
Pflanzen. Es ist nunmal dein Wille, dich vegan zu
ernähren und es scheint dir zu gefallen. Dich
deswegen auszulachen oder zu beleidigen ist
selbstverständlich Quatsch. Ich kenne auch einpaar
Homosexuelle. Da habe ich garkein Problem mit. Die
sind nur in ihrer Sexualität anders als ich und
das ist immernoch der Intimbereich eines Menschen
und da hab ich als Außenstehender nichts drin
verloren. Soweit würde ich zwar jetzt bei der
Ernährung nicht gehen, aber es verhält sich
ähnlich. Schließlich bist du nur beim Essen anders
und was dir schmeckt oder nicht, kann ich nicht
beurteilen. Aber du mußt auch einsehen, daß es für
den Fleischesser leicht absonderlich wirkt,
schließlich ist es abseits der Norm. Und wie
alles, das außerhalb derer liegt wird es
verurteilt. Es muß eben jeder selber wissen, was
er mag und was nicht.

Manuel
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17 Feb 2010 02:26:45
Hallo binbin,

Ich finde es zu anstregend, jede von dir oben
geschriebene falsche Aussage zu widerlegen oder
ihr zumindest zu widersprechen - dafür sind es
einfach zu viele. Martin ist ja schon auf einige
eingegangen.
3 andere mir wichtige Dinge wären noch:

-Es ist alles andere als ungesund, kinder vegan zu
ernähren.
Man sollte sie natürlich umfangreich ernähren und
nicht nur mit Tofu (oder an was auch immer du nun
denkst ;) )

-Fleisch zu essen oder vegan zu leben ist keine
Entscheidung wie die Frage nach deiner
Lieblingsfarbe oder ob du Brokkoli magst oder doch
lieber Blumenkohl.
Es geht darum, ob du Gewalt an Tier und auch
indirekt am Menschen anwendest oder eben nicht.
Du könntest jetzt einem Rassisten erklären, dass
"Schwarze" auch echte Menschen sind... Er würde
das vermutlich genausowenig nachvollziehen
können/wollen.

-0,5g also 500mg Eisen sind viel zu viel am Tag.
10mg kann man als empfohlen betrachten, das zum
beispiel in 100g Hirse enthalten ist (natürlich
nicht nur da). Vitamin C und Fruchtsäuren
erleichtern die Aufnahme, z.B. Scharzer Tee und
Milch hemmen dagegen die Aufnahme. (...soviel zur
Milch, die man zum Essen dazutrinken soll, um den
effektiven Fettgehalt zu mindern.)

PS: hab schon öfter gehört, dass Fleischkonsum so
eine Art Sucht hervorruft. Vielleicht würden dich
2 vegane Monate ja lange genug auf Entzug setzen,
um dein Verlangen ausreichend einzuschränken.
Damit wäre schon ein kleines bisschen Unheil auf
dieser Welt weniger.


binbin
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17 Feb 2010 03:35:45
So unpassend finde ich den Vergleich mit den
Farben garnicht. Es geht euch eben um Ethik. Das
ethische Verständnis eines Menschen ist wohl
genauso individuell wie sein Farbgeschmack. Mag
sein, daß ihr ethisch recht habt. Das heißt aber
nicht, daß Fleischesser böse Menschen sind. Das
heißt auch nicht, daß ich meinen Geschmack über
das Wohl eines Lebewesens stelle. Wenn ich jeden
Tag ein Schnitzel verputze, wird davon die Welt
nicht schlechter, und wenn ich`s nicht machen
würde, würde sie davon nicht besser werden. Ich
fand das Argument von Thommy gar nicht mal so
schlecht, daß viele Nutztiere nur deshalb leben,
weil sie geschlachtet werden sollen, andernfalls
würden sie nämlich gar nicht leben. Ich meine, ich
bin nicht die Mutter Theresa und ich mache mir
nicht wegen jedem Schwein einen Trauerflor rum.
Aber wie gesagt, daß macht mich nicht unethischer
als euch. Prinzipiell ist gegen Ethik eben schwer
zu argumentieren, aber sie ist auch euer einziges
Steckenpferd.

Hab ich 0,5g geschrieben? Muß natürlich 0,5mg
heißen.

Und nochmal kurz zum Thema Kinder.

"...Die veganische Ernährungsform kann daher in
Bezug auf die Calciumversorgung nicht empfohlen
werden. Ovo-lacto-Vegetarier nehmen bei Verzehr
normaler Mengen von Milch und Milchprodukten
genügend Calcium auf. Und auch hier gilt für den
jungen Organismus wieder das gleiche, wie für die
schon erwähnten Nährstoffe. Gerade in den ersten
Lebensjahren ist die ausreichende Versorgung mit
Calcium besonders wichtig. Vegane Ernährung sollte
daher für Säuglinge und Kinder tabu sein. Auch im
Erwachsenenalter ist sie in Hinblick auf das
Calcium nicht zu empfehlen...."

Weiter heißt es.

"Prof. Koletzko Kinderarzt (München)
Der Kinderarzt beurteilt die ovo-lacto
vegetarische Ernährung prinzipiell positiv: "Eine
physiologisch hochwertige Ernährung ist auch ohne
Fleisch möglich, wenn Milch, Milchprodukte und
Eier verzehrt werden." Einschränkend hält er
jedoch einen hohen Kenntnisstand und eine sehr
bewußte Lebensmittelauswahl für erforderlich.
Nicht geeignet hält er die vegetarische Ernährung
für Schwangere, menstruierende Frauen,
Leistungssportler, Senioren und Kinder. Hier sieht
er die Gefahr einer Unterversorgung mit Eisen,
Zink und Vitamin B12. Ab ca. dem 6. Lebensmonat
sollten Kinder seiner Meinung nach als Beikost
auch mageres Fleisch erhalten."

Manuel
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17 Feb 2010 13:03:19
Sind dann Rassisten, Terroristen, Kinderschänder,
Amokläufer, usw auch keine schlechten Menschen
oder wie darf ich deine Argumentation
diesbezüglich verstehen? Schließlich hat nunmal
jeder von denen seinen eigenen ethischen
Geschmack.

Weiterhin: Welche Option ist dir denn lieber: Beim
Sex zu verhüten oder das Kind nach der Geburt in
den Schredder zu werfen, weil man es gar nicht
haben will?
Für ein Tier ist es natürlich wesentlich
angenehmer, gar nicht erst geboren zu werden, als
in die Obhut eines Tierzüchters zu kommen.

In 700g Spinat sollen 0,5mg Eisen drin sein? Das
glaubst du doch selbst nicht ;)

Nun ein abschließendes Zitat zum Thema
Kinderernährung:

"Die gut geplante vegane Ernährung enthält alle
notwendigen Nährstoffe, die der menschliche
Organismus braucht und ist darüber hinaus sehr
gesund. Sie ist in jeder Phase des Lebens
empfehlenswert, insbesondere dem Kleinkindalter
und bei alten Menschen."
Kinderärzte sind nunmal keine
Ernährungswissenschaftler, sondern _Ärzte_, die
sich auf Krankheiten ausgebildet haben.

PS: Wer das Wort "veganisch" benutzt, outet sich
sowieso als jemand, der keine Ahnung hat, wovon er
redet :P

PPS: Irgendwo oben steht, dass Fleisch angeblich
besser sei, weil es dem menschlichen Körper ähnle.
Wie gesund muss dann erst Menschenfleisch sein?
Wieso isst man dann nicht die gesunden toten Omis,
anstatt sie zu begraben?

binbin
Mail Link
17 Feb 2010 23:40:28
Dann bin ich in deinen Augen eben ein böser
Mensch. Das ist mir aber relativ egal. Es ist mir
auch egal, ob pro Jahr wegen mir 2 Schweine und ne
halbe Kuh sterben, oder ob ich mal singend und
Harfe - spielend auf ner Wolke sitze oder im
dritten Höllenkreis zu Holzkohle verarbeitet werde
weil ich Fleischesser bin. Ich esse Fleisch gerne
und die einzigen zwei Dinge, die das legitimieren
sind 1. weil`s schmeckt und 2. weil ich`s kann. So
ist das Leben eben. Punkt. Ich habe kein ethisches
Problem damit einen Fuß vom Schwein zu essen oder
eine Zunge von der Kuh. Eher hätte ich ein Problem
damit, es nicht zu tun. Denn dann würde es
wegfliegen und Lebensmittel wegschmeißen ist eine
Sünde. Das ist aber in erster Linie das Problem
des Metzgers.

Ich finde auch die Vergleiche von Tier und Mensch
hier nicht sehr passend. Selbstverständlich würde
ich mein Kind nicht mit ner Uzi in die Schule
schicken oder mein Baby in den Schredder werfen,
wohingegen Löwen kein Problem damit zu haben
scheinen. Ich will jetzt ein für allemal
klarstellen, daß man Menschen nicht mit Tieren
vergleichen kann. Alles andere ist realitätsfern.
Um auf`s Beispiel zurückzukommen, man vergleicht
auch keine Schnecke mit einem Adler oder Seegurken
mit einem Schimpansen. Wenn ihr euch mit Kühen
vergleichen wollt, bitteschön. Außerdem sagt
niemand, daß es den Tieren besser geht, nur weil
wir uns vegan ernähren, oder wie auch immer ihr
eure Ernährungsweise bezeichnet. Der Logik
folgend, müßte man also nur den Kannibalen im
Regenwald verbieten Menschenfleisch zu essen, und
schon würde es den Kindern in Afrika gut gehn.

Hättest du dir den Post aufmerksam durchgelesen,
hättest du festgestellt, daß es nicht wichtig ist,
wieviel Eisen Spinat tatsächlich enthält.
Entscheidend ist, wieviel der Körper davon
herausziehen kann. 700 Gramm Spinat enthalten 24
mg Eisen. Nur schafft es der Körper auf die kurze
Strecke nicht, das Eisen vollständig zu entziehen.

Und nochmal zum Thema Kinder:

"Vitamin B12 findet sich nur in tierischen
Lebensmitteln. Bei reiner Pflanzenkost sind
Mangelerscheinungen in jedem Lebensalter
unausweichlich. Sie treten um so früher auf, je
kleiner die Körperspeicher der betreffenden Person
sind und je größer der Bedarf ist. Am stärksten
gefährdet sind deshalb gestillte Säuglinge von
streng vegetarisch ernährten Müttern. Mütter, die
sich lange streng vegetarisch ernährt haben,
besitzen nur geringe oder gar keine Reserven von
Vitamin B12. Bei einem Vitamin B12-Mangel im
Säuglingsalter kann es zu bleibenden Störungen von
Nervenfunktionen und Hirnentwicklung kommen.

...

Tierisches Eiweiß hat die höchste biologische
Wertigkeit, d.h. es entspricht in der
Zusammensetzung seiner Bausteine, der Aminosäuren,
am besten dem körpereigenen Eiweiß. Die geringe
biologische Wertigkeit von pflanzlichem Eiweiß
kann verbessert werden, wenn bestimmte pflanzliche
Lebensmittel miteinander kombiniert werden, z.B.
Hülsenfrüchte mit Getreide. Der Eiweißbedarf pro
kg Körpergewicht ist im Säuglingsalter aufgrund
des raschen Wachstums am höchsten. Deshalb kann es
bei völligem Verzicht auf tierische Lebensmittel
besonders im Säuglings- und Kleinkindalter zu
Eiweißmangel und Wachstumsstörungen kommen.

...

Aufgrund der zahlreichen Risiken für die
Nährstoffversorgung ist streng vegetarische
Ernährung für keine Altersgruppe empfehlenswert.
Eine streng vegetarische Ernährung ist für
Säuglinge, Kinder und Jugendliche sowie für
Schwangere und Stillende strikt abzulehnen."

(Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund)

Ich fände es mehr als bedenklich, wenn du dein
Kind vegan ernähren würdest ohne diese Fakten zu
betrachten und damit deinem Kind billigend einen
Schaden in Kauf nehmen würdest. Selbstverständlich
muß es nicht soweit kommen, aber es kann. Und
alleine deswegen sollte man es schon nicht machen.

Ob man jetzt tote Oma oder totes Schwein ißt,
macht keinen Unterschied. Soweit ich weiß,
unterscheidet sich das Fleisch nicht voneinander.
Allerdings würde ich wohl Probleme mit meinen
Eltern kriegen, wenn ich tote Oma essen würde.
Aber das ist wieder so ein unpaßender Vergleich.
Außerdem ist es nicht besser, sondern leichter
verdaulich. Dein Körper verdaut sich schließlich
in Hungerphasen auch selbst und rate mal, mit was
er anfängt. Richtig, mit den Muskeln.

Wie auch immer. Ich bin ein ausgewachsener Mann
und habe eine gefestigte Meinung. Ich bin kein
Jugendlicher mehr, der jedem Modetrend hinterher
hecheln muß. Und für mehr halte ich Vegetarismus
nicht, hab ich aber schon geschrieben.

Manuel
Mail Link
18 Feb 2010 01:06:17
Na wenn du wirklich kein Problem damit hast, weiß
ich nicht, wieso du jetzt so abgehst.

Selbstverständlich würde ich mein Kind mit allem
versorgen, das es braucht. Speziell meine ich
damit B12. Es gibt also keinen Grund für
irgendwelche Bedenken in der Hinsicht, erst recht
nicht beim Thema Eiweiß. Da das Risiko für das
Kind gegen 0 geht, sehe ich keine Notwendigkeit,
irgend ein Tier zu missbrauchen.

Die schlechte Aufnahmefähigkeit des Eisens in
Spinat liegt eventuell eher an der Oxalsäure, die
das Eisen bindet, weniger am "kurzen" Darm. (Keine
Ahnung, wieso man beim Thema Eisen immer am Spinat
kleben bleibt, es gibt schließlich viel bessere
Eisenlieferanten)

Bei der Kritik an Mensch-Tier vergleichen machst
du es dir etwas zu einfach.
Es ging bei Martins Beispiel darum, dass dein
Kind, das du nach deinen ethischen und moralischen
Vorstellungen erziehst, eventuell diese Grenzen
überschreiten möchte. Die Frage lautete, wie man
sich in einem solchen Fall verhalten soll und da
wurde einfach nur das eine ethische Fehlverhalten
mit einem anderen verglichen. Oftmals fällt es
einem leichter, Dinge nachzuvollziehen, wenn man
sie in eine andere Umgebung packt und neu
betrachtet.

Zum Abschluss:
Auch wenn du dich angeblich von Schlachtabfällen
ernährst, was ich kaum glauben mag, so erzeugt
auch dieser Konsum eine Nachfrage und der Preis,
den du für diese Abfälle sicherlich zahlst,
unterstützt die Tierhaltung ebenfalls. aus dem
gleichen Grund kaufe ich z.B. kein Leder oder
Federn von Vögeln.
Mit deinem Geld und deiner Nachfrage werden nun
Tiere eingesperrt, gequält und getötet. Es ist
irrsinnig, zu behaupten, dass das Tierleid gleich
bleibt, wenn deine Nachfrage und deine
finanziellen Mittel wegfallen - auch wenn es nur
ein kleiner Teil ist, er ist doch vorhanden und in
der Masse sehr groß. (Bedenke mal, wie viele
Veganer es in etwa gibt und rechne das auf so
erspartes Tierleid um).
Die Geschichte mit den Kannibalen und Kindern in
Afrika führt sich selbst ad absurdum, sorry..

Der Veganismus ist zwar eine kulturelle Sache,
aber sicherlich kein Modetrend. Einmal vegan
bedeutet in der Regel, dass es kein zurück gibt,
denn sobald man dies einmal kapiert hat, kann man
kaum verstehen, wie man früher mit der Welt und
den Tieren umgehen konnte, wie eine Abrissbirne
mit einem Glashaus.
An Jugendlichen würde ich das nicht unbedingt
festmachen wollen, dazu kenne ich zu viele ältere
Veganer.

Naja, iss weniger Fleisch, damit hilfst du auch
hungernden Kindern in armen Ländern (sofern die
dir nicht auch egal sind).

tommy
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18 Feb 2010 01:56:20
ich glaube tatsächlich ihr wisst nicht was ein
bauernhof ist, oder wart geschweige denn einmal
auf einem solchen. dann wüsstet ihr nämlich wie
schön, gut und toll es die tiere dort haben. in
"freier wildbahn" würde die kuh nicht mal halb so
lange bzw. gesund (über)leben. ich empfehle euch
daher eueren nächsten urlaub auf einem bauernhof
zu verbringen. bei interesse kann ich gerne die
vermittlung übernehmen.
eure vergleiche mensch tier sind pervers.
andererseits vergleiche pfalnze/tier wollt ihr
aber nicht zu lassen. man man ganz schön
weltfremd!

Manuel
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18 Feb 2010 02:05:22
Ich war schon oft genug auf einem Bauernhof,
danke.
Dort stinkt es, die Tiere haben wenig Platz und
die übliche Massentierhaltung ist nürlich noch ein
paar Potenzen extremer.
Zumal der Tod des Tieres zur
Nahrungsmittelgewinnung auch durch eine noch so
schöne (und kurze) Haltung nicht gerechtfertigt
wird.

Dass domestizierte Tiere in der freien Wildbahn
teilweise nicht überleben, ist mir ebenfalls nicht
neu.

Ob vegane Gedanken weltfremd sind, weiß ich
nicht.. sie sind auf jeden Fall zu wenig
verbreitet, aber umso mehr ist es an der Zeit,
dass dies mehr geschieht.

(Oben wurde schonmal geschrieben, dass man mit
Fleisch erheblich mehr Pflanzen indirekt
konsumiert. Stell also die absurdesten
Pflanze-Mensch-Vergleiche auf, als Veganer wirst
du immernoch besser als der Fleischesser
dastehen.)

tommy
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18 Feb 2010 02:35:53
auf welchem bauernhof warst du denn?
ich kann dir einige sagen, wo der bauer jede kuh
beim namen kennt. und für seine tiere so sorgt wie
manch andere für seine hauskatze.
daran kann ich nichts verwerfliches erkennen.

Manuel
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18 Feb 2010 11:25:35
Ich war auf verschiedenen Bauernhöfen, wo man halt
gerade zufällig hinkommt. Einer davon ist im
Besitz meiner Verwandten und auch sie geben jeder
Kuh einen Namen - das scheint sehr beliebt zu
sein.
Die Kuh braucht aber keinen Namen, das ist eines
der "Rechte", wenn du es so willst, die ein Tier
nicht braucht. Tiere sind keine Menschen und sie
sind sicherlich nicht beleidigt, wenn du sie mit
"Kuh" oder "Hund" ansprichst - das ist eine
menschliche Eigenart.

Wenn man der Kuh einen Gefallen tun möchte, dann
sollte man sie nicht in einen stinkenden dunklen
Stall anbinden, ständig künstlich befruchten, ihr
die Kinder wegnehmen und sie letzten Endes
abschlachten.
Ich finde, dass es kaum einen unwürdigeren Tod
gibt, als eine Schlachtung, da kannst du
demjenigen noch so viele Namen geben und wie eine
Katze behandeln.

Der "Bauernhof" wird immer als etwas schönes und
idyllisches dargestellt, vor allem in
Kinderbüchern werden Kinder darauf konditioniert.
Für mich ist es ein weiterer Ort der
Grausamkeit.

tommy
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18 Feb 2010 11:52:13
überhaupt nicht!

zwar kann uns die kuh nicht sagen wie sie es im
stall findet! leider!
uns anzumaßen, beurteilen zu wollen ob es dieser
dort wie gut oder schlecht gefällt halte ich für
überzogen.
die kuh als denkendes wesen mit kognitiven
fähigkeiten anzusehen liegt mir ebenfalls fern.
ich wage stark zu bezweifeln, dass es der kuh
missfällt, wenn es im stall stinkt. oder der
holznapf aus dem sie frisst nicht aus mahagoni
ist.
lassen wir die kuh entscheiden. das passiert jeden
tag. ich habe auch verwandte, die einen bauernhof
haben. jeden abend geht die kuh freiwiilig in den
stall. ich vermute mal weil es dort schön warum
ist ergo weil sie sich dort wohlfühlt.
würde die kuh nich sonst verscuehn zu entkommen?
in freier wildbahn würde es die kuh keine 5 tage
aushalten. also was willst du eigentlch?
tieren fähigkeiten zuzusprechen die sie vermutlich
gar nicht haben, die dann so oder so zum nachteil
dessen gereichen ( kuh in freier wildbahn ] bald
tot, wenig essen) gegen ( kuh im stall]] später
tod, warmer platz, essen) halte ich für ziemlich
gestört. sorry

Martin
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18 Feb 2010 12:45:14
binbin:
„Ich will jetzt ein für allemal
klarstellen, daß man Menschen nicht mit Tieren
vergleichen kann.“
„Ob man jetzt tote Oma oder totes Schwein ißt,
macht keinen Unterschied. Soweit ich weiß,
unterscheidet sich das Fleisch nicht voneinander.“
?

tommy:
„uns anzumaßen, beurteilen zu wollen ob es dieser
dort wie gut oder schlecht gefällt halte ich für
überzogen.“
„ich wage stark zu bezweifeln, dass es der kuh
missfällt, wenn es im stall stinkt.“
?

Ach so, Rinder leben seit dem Pliozän, d.h. seit
mindestens zweieinhalb Millionen Jahren in freier
Wildbahn.

binbin
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18 Feb 2010 15:01:34
Hmmm, kann sein, das der Post gestern etwas
genervt klang. Hab gestern mal versucht das
rauchen aufzuhören, hat sich vielleicht auf`n
Schreibstil ausgewirkt. Allerdings muß man auch
mal Tacheles reden, wenn man merkt, daß man nicht
weiterkommt.

Selbstverständlich kann man Lebewesen anatomisch
vergleichen. Ich kann zum Beispiel sagen, daß
jeder Säuger ein Herz hat, einen Magen, Muskeln
und einen Verdauungstrakt besitzt. Ich dachte
aber, daß das soweit klar ist. Ich kann Lebewesen
aber nicht aufgrund ihrer Empfindungen,
Fähigkeiten oder Fertigkeiten miteinander
vergleichen. Auch der Post von Tommy ist kein
Widerspruch. Um einmal eure Beispielform
heranzuziehen, kann ich nicht beurteilen, ob es
dir im Aldi gefällt oder nicht, aber ich kann
bezweifeln, daß dich der Bananengeruch in der
Obstabteilung stört. Aber das sind eigentlich
Spitzfindigkeiten.

Ja, Rinder sind seit Schlag-mich-tot Jahren
Wildtiere. Und genau solange sind sie
Nahrungsquelle für Fleischfresser. Das einzige,
das der Mensch gemacht hat ist, daß er sie
domestiziert hat. Und das war sehr sehr clever. Es
ist im allgemeinen für das Viech wohl besser,
geschützt vor Fressfeinden und Wind und Wetter im
Stall zu stehen, sich nicht um`s Fressen kümmern
zu müßen und eine ärztliche Versorgung zu
geniessen, bei Problemen, die in freier Wildbahn
zum Tod führen. Das einzige ist eben, daß sie
geschlachtet werden. Aber sterben müßen sie so
oder so. Im Gegensatz zu ihren wilden Verwandten
geniessen sie also eine Menge Annehmlichkeiten.

Also wer sagt, daß eine artgerechte Haltung der
Kuh nicht gefällt? Das kann nur eine Annahme sein,
was mich wieder zurück zu Norbert Brieskorn
bringt. Ist es legitim, über jemanden der sich
nicht verständlich machen kann zu sagen, daß ihm
das gefällt und das nicht? Und worauf gründet sich
diese? Und ich möchte jetzt keinen Mensch - Tier -
Vergleich.

tommy
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18 Feb 2010 20:28:30
ist doch klar,
solche sachen überlegen sich menschen die sonst
mit ihrem leben nicht ausgelastet sind.
dann kann man schon mal auf solche gedanken wie
"tierrechte" kommen. man sucht doch nur nach einer
pseudowissenschaftlichen untermauerung der veganen
lebensweise und schwingt dazu die moralische
keule. dass sich solche theorien nicht halten
lassen stört wenig. es wird auf pseudo
linksintelektueller ebene versucht mit
halbwarheiten und ungewissen parametern zu
überzeugen. dies vermag leider nicht zu gelingen.

aber trozdem als zeitvertreib sehr nett und nicht
verkehrt!


Martin
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19 Feb 2010 00:16:54
binbin:

[Selbstverständlich kann man Lebewesen anatomisch
vergleichen.]

Genau, und wir stellen dabei fest, dass u.a.
Menschen, Rinder und Schweine alle die gleichen
Anlagen haben, welche ein Schmerzempfinden möglich
machen: Gehirn, Rückenmark und Nozizeptoren.

[Ich kann Lebewesen aber nicht aufgrund ihrer
Empfindungen, Fähigkeiten oder Fertigkeiten
miteinander vergleichen.]

Aber genau das tust du. Du vergleichst menschliche
und nichtmenschliche Lebewesen anhand der
Fähigkeit zur Sprache, und dann sagst du, die
nichtmenschlichen können nicht sprechen, also
können sie auch keine Rechte haben. Norbert
Brieskorn macht das selbe, und du zitierst ihn
dabei, obwohl du vorher behauptet hast,
Fähigkeiten oder Fertigkeiten können kein
Kriterium bei ethischen Betrachtungen sein. Womit
du Recht hast, denn warum soll jemand, der mit
seiner Zunge sprechen kann aus moralischer Sicht
besser sein als jemand, der mit seinen Flügeln
fliegen kann?

Mal davon abgesehen, dass Bananen lecker riechen
und Stallmist weniger: Wenn du nicht beurteilen
kannst, ob es mir im Aldi gefällt oder nicht, dann
ist das doch ein Grund, mich NICHT dort
einzusperren. Du müsstest den Satz „Ich kann nicht
wissen, ob du das nicht magst, also habe ich das
Recht, es zu tun.“ schon ausgesprochen gut
begründen.

Ok, diesmal ein Mensch-Mensch-Vergleich:
„Ja, Afrikaner sind seit Schlag-mich-tot Jahren
Wildtiere. Und genau solange sind sie
Nahrungsquelle für Fleischfresser. Das einzige,
das der weiße Mann gemacht hat ist, daß er sie
versklavt hat. Und das war sehr sehr clever. Es
ist im allgemeinen für den Neger wohl besser,
geschützt vor Fressfeinden und Wind und Wetter in
der Hütte zu stehen, sich nicht um`s Fressen
kümmern zu müßen und eine ärztliche Versorgung zu
geniessen, bei Problemen, die in freier Wildbahn
zum Tod führen. Das einzige ist eben, daß sie zur
Arbeit gezwungen werden. Aber arbeiten müßen sie
so oder so. Im Gegensatz zu ihren wilden
Verwandten geniessen sie also eine Menge
Annehmlichkeiten.
Also wer sagt, daß eine artgerechte Haltung dem
Afrikaner nicht gefällt?“

Ob es sich bei unseren Sklaven um menschliche oder
nichtmenschliche Tiere handelt, ist hier völlig
belanglos. Ich frage dich: Ist es legitim,
jemanden zu versklaven, allein aus dem Grund, dass
er nicht deine Sprache spricht? Wenn ja, worauf
gründet sich diese Legitimität, vor allem in
Anbetracht der unübersehbaren anatomischen
Gemeinsamkeiten?


tommy:

Dir sind jetzt die Argumente ausgegangen, sonst
würdest du kaum plötzlich auf undifferenzierte
Schmähversuche zurückgreifen, stimmt’s?
Was sich nicht halten lässt sind Theorien wie „Ich
bezweifle dass eine Kuh leiden kann, also leidet
sie nicht“ oder „Ein Leben in Freiheit bedeutet
für die Kuh einen Nachteil, denn dort würde sie
keine fünf Tage überleben.“

Mein Kommentar bezüglich Rinder in Freiheit seit
Millionen von Jahren bezog sich auf diese Aussage.

Mein Standpunkt lautet: „Aufgrund biologischer
Gemeinsamkeiten müssen wir davon ausgehen, dass
alle Tiere mit einem zentralen Nervensystem leben
möchten, sich ungehindert bewegen und frei von
Schmerzen sein wollen. Deshalb sollen sie alle ein
Grundrecht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit
haben, unabhängig von irrelevanten Merkmalen wie
Geschlecht, Sexualität, Hautfarbe oder Spezies.“

Ich gehe mal davon aus, dass du mir bis auf die
Spezies zustimmst, vor allem, wenn du dich hier
nicht als Sexist, Homophober oder Rassist outen
willst. Nun meine Frage: Mit welcher
Rechtfertigung beuten wir ein Individuum einer
anderer Spezies aus, wenn es keine Rechtfertigung
gibt, ein Individuum mit einer anderen Hautfarbe
auszubeuten, wenn wir davon ausgehen müsse, dass
beide ein starkes Interesse daran haben, nicht
ausgebeutet zu werden?



binbin
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19 Feb 2010 11:51:40
Du drehst mir die Worte im Mund rum. Ich habe nie
eine Kuh und einen Menschen anhand der Sprache
verglichen. Ich sagte, eine Kuh kann sich nicht
verständlich machen, ähnlich wie es ein Hund durch
Schwanzwedeln oder eine Katze durch`s Schnurren
machen kann. Verständigung hat nicht unbedingt
etwas mit Sprache zutun. Eine Kuh kann ihren
Unwillen maximal dadurch zeigen, daß sie auf der
Stelle stehen bleibt. Das machen Kühe aber nicht,
wenn sie in den Stall sollen. Also gefällt es
ihnen im Stall. Warum auch nicht? Im Stall ist es
warm und es gibt Leckerli. Ihr wollt doch
Kuhflüsterer sein. Also sagt mir doch, was eine
Kuh denkt. Denkt eine Kuh: "Ich geh nich in Stall,
da werd ich geschlachtet." oder ist eine Kuh eher
triebgesteuert und geht dorthin, wo es Fressen und
Schutz gibt? Und wie wir alle wissen, wenn ein
Trieb befriedigt ist, geht es einem unheimlich
gut. Und ich meine damit keine Kinderschänder oder
Mörder, sondern die alltäglichen Triebe wie Essen
und so.

Auch Kühe haben eine anatomische Veranlagung zum
Schmerempfinden. Das steht außer Frage. Nur liegt
die Schmergrenze einer Kuh um ein Vielfaches höher
wie die von Lieschen Müller. Wo Lieschen vor
Schmerzen schreit, kaut eine Kuh noch munter
wieder. Ich wiederhole es nochmal, du kannst nicht
vom Menschen im Allgemeinen und im Speziellen von
dir darauf schließen, was eine Kuh fühlt, denkt,
sieht, hört, schmeckt, empfindet oder will. Wobei
ich mir noch nicht einmal sicher bin, ob eine Kuh
zur Willensbildung überhaupt fähig ist.

Selbstverständlich kann ich nicht wissen, ob`s dir
im Aldi gefällt oder nicht. Aber ich weiß, daß es
dir gefällt zu essen, und im Aldi gibts das. Ich
weiß, daß du gerne trinkst. Kein Problem im Aldi.
Du hast es gerne warm und willst nicht im Winter
bei -10° im dunklen Wald unterm nächsten Baum
festfrieren? Da hab ich ne Alternative für dich.
Und zu guter Letzt, du magst es nicht, wenn man
dir ohne Betäubung die Kehle durchbeißt? Ich
schließe die Tür hinter dir zu und schütze dich
vor radikalen Fleischfressern. Alles was ich von
dir verlange, ist nach deinem Tod dein Fleisch. Du
hast die Wahl. Ein entbehrungsreiches, hartes
Leben in Freiheit, die du aber nicht zu schätzen
weißt, weil du nicht weiß was es ist, oder ein
angenehmes Leben mit garantiert schnellem Tod.

Ich finde übrigens den Umbau meines Textes sehr
gelungen. Darauf habe ich jetzt wirklich keine
Antwort.

Ich hoffe, wir haben Manuel nicht vertrieben.

Ob das mit`m Spinat jetzt an der Oxalsäure liegt
oder nicht, vermag ich nicht zu sagen. Als
Kraftfahrer muß ich nur drei Dinge wissen; Rot =
Schlecht, Gelb = Geht so; Grün = Gut. In erster
Linie bin ich hier auf das angewissen, was ich
lese, und das muß ich erstmal glauben. Und ich
habe gelesen, daß der Darm des Menschen zu kurz
ist, um pflanzliche Nahrung vollständig zu
verdauen. Das hab ich mir aber fast schon gedacht,
denn häufig finden sich in der Schüssel unverdaute
Pflanzenreste, wie noch rote Tomatenstücke oder
Nüsse oder bei Spinat eben irgendwas grünes.

Ok, du kaufst keine Federn oder andere tierische
Produkte. Um nicht auf die Annehmlichkeiten des
modernen Lebens verzichten zu müssen, wirst du
wohl oder übel auf chemische Produkte
zurückgreifen müßen. Und genauso wie ich die
Tierhaltung finanziell unterstütze, unterstützt du
damit die Chemieindustrie und damit indirekt
Fisch- und Algensterben, Luftverschmutzung und
Waldsterben. Also egal, ob man nen Vogel rupft
oder seinen Lebensraum zerstört.

Ich bin davon überzeugt, daß, wenn sich der Mensch
nicht weiterentwickelt hätte und sein Umwelt
geformt hätte, sondern er leben müßte, wie das
Leben ist, nämlich hart aber ungerecht es diese
Diskussion nicht geben würde. In den warmen
Jahreszeiten mag es sein, daß der Mensch auf
Fleisch verzichten kann und genug Essen findet,
aber nicht im Winter. Um zu überleben wäre der
Mensch darauf angewiesen, zu jagen. Im Gegensatz
zu nem Eichhörnchen begnügt sich unser Körper
nämlich nicht mit einer Nuss am Tag, einem Kilo
Gras oder ein bißchen trockener Rinde. Das hier
ist also keine Grundsatz-, sondern eine
Luxusdiskussion.

Euer einziges Argument ist die Ethik. Aber damit
allein gewinnt man keinen Blumentopf, denn niemand
von uns ist Mutter Theresa. Das vegane Ernährung
schlechter ist als Mischernährung ist klar. Es ist
auch klar, daß sie zeitaufwändiger ist. Irgendwie
hat die ganze Bewegung etwas Sektenartiges. Ich
bin beim Durchlesen mal auf das von Martin
übersetzte Flugblatt gestossen: "Vegan Was / Warum
/ Wie / Wo". Darin heißt es auch: "...fangen an,
user ethisches Weltbild zu verändern.". Damit
wären wir wieder bei meinem ersten Kritikpunkt.
Ihr versucht willentlich die Meinung eines
Menschen zu beeinflußen, und das ist nicht gut.

tommy
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19 Feb 2010 15:07:17
nein nein!
du verstehts es nicht! und willst es wohl nicht
verstehen!
du gibst tieren rechte die sie in wirklichkeit
wohl gar nicht haben wollen.
eine kuh findet den stall toll, sie geht gerne
rein, freut sich da drauf. sonst würde sie es
nicht tun!
du wiederum willt sie nicht in den stall lassen,
weil du meinst sie hätte ein recht auf ein freies
leben, alleine auf der weise.

so ein quatsch die kuh will das doch gar nicht!
problem!
wir können sie nicht fragen, sie wird uns keine
auskunft darüber geben. jetzt vergleicht du ein
morlischdenkendes wesen mit einem nicht moralisch
denkenden und überträgt einseitig diese rechte.
keiner kann es beweisen oder wiederlegen. es
schenint nur äußerst unwahrscheinlich.
genau dies tatsache haften allen
pseudulinksintellektuellen theorien bwz
verschwörungstheorien an.


Manuel
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20 Feb 2010 13:18:47
Nein, ich wurde nicht vergrault, mein Interesse
hat nur etwas nachgelassen, mit Fleischessern zu
reden, die sich innerlich sowieso gegen sämtliche
Argumente wehren, um sich nur nichts eingestehen
zu müssen. Meistens nutze ich meine Zeit
sinnvoller. ;)

Es geht hier momentan im Prinzip um "Biofleisch"
oder ähnliches, wo die Tiere tatsächlich nett
behandelt werden und dann nach einigen Wochen oder
Monaten zum Schlachter geschickt werden. Da dann
allerdings nicht mehr so nett. Der Tod ist dabei
nicht garantiert schnell, denn es passiert
desöfteren, dass ein Tier auf wundersame Weise aus
der Betäubung erwacht, während man es in
Einzelteile zerlegen möchte.
Es ist auch nicht so, dass man Tiere aus der bösen
harten Wildnis einfängt und ihnen einen netten
Platz anbietet. Man züchtet sie explizit zum
Schlachten und sorgt für einen riesigen
Ressourcenverbrauch.
In der freien Natur gibt es ein beschränktes
Nahrungsangebot, die Lebensbedingungen sind nicht
immer gut, was dazu führt, dass sich die
Population relativ stabil hält. (Es sind auch
keine Jäger notwendig, auch wenn diese das immer
wieder behaupten.)
Es ist wohl richtig, dass der Mensch vor vielen
Jahren, als er auch noch wild lebte, im Winter
nicht hätte überleben können, hätte er nicht
andere Kadaver gegessen.

Der Punkt ist aber gerade, dass wir diese wilde
Phase schon seit langem hinter uns haben und nun
die Option haben, komplett pflanzlich und gesund
zu leben.
Es ist eine Sache, wenn du in einer Notsituation,
wie zum Beispiel nach einem Flugzeugabsturz, deine
Kollegen aufisst, was du sonst niemals tun
würdest. Dass aber ständig zu tun, mit der
Begründung, dass man früher einmal sonst nicht
hätte überleben können, ist nicht sehr clever.
Warum haben wir so wenige Fische in den Meeren?
Sicherlich nicht durch vegane Lebensführung,
sondern durch den hohen Tierkonsum. Wir fischen
tonnenweise Millionen von Fischen, um sie entweder
selbst zu essen, oder um andere Fische zu füttern,
die wir danach essen. Vermutlich wird ein großer
Teil auch noch weggeworfen, keine Ahnung.
Jedenfalls ist wohl das die Ursache für den
geringen Fisch"bestand" in den Meeren.
Dass die Industrie der Umwelt sowieso zu viel
antut, ist klar. Auch hier sollte man sich fragen,
welchen Luxus man denn wirklich benötigt ;)
Ob das Leder nun umweltfreundlicher ist, als
beispielsweise irgendwelche Textilien, die in
meinem Fall vorzugsweise aus möglichst wenig
pestizidbehandelten Pflanzen hergestellt werden?
Ich denke, auch Leder wird chemisch behandelt und
ein Tier verschmutzt trotz seines kurzen Lebens
die Umwelt sicherlich mehr, als eine Pflanze.
Ich glaube auch, dass du das ziemlich
überbewertest - große Umweltkiller sind Luxusdinge
wie ein Auto, Elektrogeräte, Unmengen an
Plastikpackungen, mal-schnell-in-Urlaub-fliegen,
usw.
Ich denke jedenfalls, dass du das wieder zu sehr
vereinfachst, um einen direkten Mord (ja, ich
weiß, das nennt man nicht so) zu legitimieren.

Zurück zum Biofleisch: Die wenigsten Menschen
essen Biofleisch. Zwar kriegt man das von 50% der
Menschen erzählt, statistisch können es aber nur
afaik 2% sein, die konsequent Biofleisch kaufen,
denn dem Rest ist das zu teuer, man möchte lieber
billigstes Fleisch. Hergestellt in riesigen
Massenzuchtanlagen, in denen es so grausam zugeht,
wie ihr es vermutlich noch nichtmal glauben wollt.
Das zum einen. Zum andern ist "Biofleisch" für
mich ethisch immernoch nicht gerechtfertigt, wie
ja eigentlich oben schon zu genüge erläutert
wurde: Es ist für uns nicht notwendig, Fleisch,
Milch oder Eier zu essen. Die beiden Dinge, die
abgewogen werden, sind:

Geschmack [-] Recht auf Leben, Unversehrtheit,
usw. (Das ist im Übrigen auch gesetzlich
festgehalten, Tierschutzgesetz)

Wir entscheiden uns dafür, dass unser Geschmack
ein größeres Interesse darstellt, als jedes
erdenkliche Bestreben eines anderen Geschöpfes.
Wenn wir dieses Bestreben nicht eindeutig beweisen
können, umso besser ;)
Wir haben die Wahl, viel Leid und Tod zu
vermeiden, indem wir unsere Lebensmittel einfach
aus anderen Dingen herstellen, die meisten
ignorieren dies jedoch. Es gibt nichts, das gegen
den Veganismus spricht, denn auch vegane Gerichte
schmecken extrem lecker, würzig, salzig, süß,
cremig, intensiv, sättigend, abwechslungsreich.
Man muss sich nur einmal überwinden.
Zugegeben, ich argumentiere am liebsten mit Ethik,
denn ich finde, dass das alleine schon ausreichen
sollte.

Wenn du Tieren bessere Lebensbedingungen schaffen
möchtest, dann nimm dich am besten Tieren aus
Tierheimen an, oder betreibe einen Gnadenhof. Du
musst sie ja deshalb nicht essen. (Das nur zur
"Die Kuh mag den Stall doch" Argumentation)

Werdet vegan oder hört zumindest auf,
Pseudoargumente dagegen zu bringen. Es spricht
nunmal nichts gegen den Veganismus.

binbin
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20 Feb 2010 21:22:19
Ich werde die Diskussion meinerseits hier auch
abbrechen, weil sie ganz einfach sinnentleert ist.
Ihr habt es trotz vieler und langer Posts nicht
geschafft, mich davon zu überzeugen, daß eine
vegane oder vegetarische Ernährungsweise besser
ist, als die althergebrachte. Ganz im Gegenteil.
Dadurch, daß ich mich etwas damit beschäftigt habe
weiß ich nun, daß sie schlechter ist. Sollte ich
jemals einen Veganer kennenlernen, der sein Kind
veganisch ernährt, werde ich zum Jugendamt rennen.
Eure Argumente sind dünn und halten keiner
Überprüfung stand. Ihr bezieht euch nur auf die
Ethik und überseht dabei gerne einmal, daß andere
Menschen andere Wertvorstellungen haben als ihr,
und seit damit recht egozentrisch. Eure
populistische Weltanschauung ist eigentlich
lächerlich. Ihr seid die Nutzniesser einer
Gesellschaft, die ursächlich durch den Verzehr von
Fleisch zu dem geworden ist, was sie ist. Und
alles was ihr könnt ist nun dagegen zu hetzen,
ähnlich einem HartzIV - Empfänger, der über`n
Staat schimpft. Auch die Quantität der Beiträge im
Forum läßt darauf schließen, daß euer Gedanke
nicht sehr populär ist. Ich habe den Link aus dem
Tagesschau Blog und da tummeln sich tausende
Menschen. Ihr macht nicht mal ein Witzchen,
sondern seht alles bierernst, also wahrscheinlich
die Sorte Mensch, die einem normal egal ist. Ich
finde es aber toll, wie euch Tommy am Anfang in
die Falle mit den Pflanzen gelockt hat.

Ich meinerseits mache mir jetzt Brot mit
Nußschinken und werde morgen zu Mittag
Fleischklößchen mit Rosenkohl und Salzkartoffeln
kauen. Und nächste Woche gibt es schönen saftigen
Sauerbraten. Und meine Mutter macht echt guten
Sauerbraten. Euch noch viel Spaß beim Graskauen.
Ich kann`s nicht mehr lesen.

Manuel
Mail Link
21 Feb 2010 14:18:39
Vorsicht, Salzkartoffeln und Rosenkohl sind vegan
(und daher "Gras", wie du es so unpassend
bezeichnest, also nichts für dich)

tommy
Mail Link
21 Feb 2010 14:44:38
habe mir heute ein dickstes hirschkalb
reinzegogen!
miiiit wirsing!!
harhaharhaha

Spinnerin
Mail Link
06 Apr 2010 03:55:49
Nachdem ich mir Anfang und Ende der Diskussion zu
Gemüte geführt habe: je weniger Argumente gegen
den Veganismus verbleiben, desto mehr ziehen sich
Gegner (tommy, binbin) in ihre althergebrachten
Verhaltensweisen mit Beleidigungen, Provokationen
aber vorallem Verallgemeinerungen zurück. Das ist
sehr schade. Gerade das zeigt mir besonders gut,
wer hier im Recht ist. Man kann zu Vielem eine
Meinung haben. Es existiert meist kein Schwarz
oder Weiß.
Wo jedoch andere (Leid empfindende) Lebewesen zu
Schaden kommen, gibt es auch ein Richtig und ein
Falsch.

Das Video gefällt mir, künstlerisch als auch
inhaltlich, sehr gut.

Gute Nacht.

Jonna
Mail Link
08 Sep 2010 09:45:48
So, nachdem ich den größten Teil der Diskussion
gelesen habe (bis keine neuen Argumente mehr kamen
;) ), hier noch eines, das noch gar nicht gefallen
ist: Massentierhaltung, die uns mit Fleisch, Milch
und Eiern versorgt, ist im großen Maße für CO² und
Methanemissionen verantwortlich. Und Klimawandel
geht uns alle an. Daher: Fleisch essen ist wie in
einem geschlossenen Raum rauchen. Und das ist ja
bekanntlich inzwischen verboten.
Das Video gefällt mir sehr auch sehr gut!
Ich bin übrigens Vegetarier, und trinke und esse
Bio-diary Produkte. Zuerst habe ich nur Biofleisch
gegessen, das aber recht selten (ist eben teurer,
da man enen realeren Preis für die Herstellung
zahlt, und daher etwas besonderes), bis ich fest
gestellt habe, dass ich Fleisch eigentlich gar
nicht vermisse. Über die Ethik des fleischlosen
Lebens mache ich mir erst jetzt, im Nachhinein
Gedanken. Mal sehen, vielleicht gehe ich ja auch
noch den 2. Schritt!

Werde mir auf jeden Fall mal vegane Rezepte
anschauen..

Ich finde es jedenfalls interessant zu sehen, dass
nicht-Vegetarier und Veganer so lange an der
Diskussion festhalten. Es erinnert doch wirklich
an die Raucher-nichtraucher Debatte (die ich auch
auf beiden Seiten mitgemacht habe).

Beste Grüße
Joana

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